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Auftrag für digitalen Impfpass geht an IBM

| von Michael Sprick

Der Auftrag für die Entwicklung des deutschen digitalen Impfpasses geht an ein Konsortium, das vom US-amerikanischen Tech-Unternehmen IBM geleitet wird.


Auftrag für digitalen Impfpass in Deutschland geht an Knsortium unter IBM

Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland geht der Auftrag für den deutschen Impfpass an ein Konsortium, das die US-amerikanische Tech-Firma IBM leitet.

IBM leitet Impfpass-Konsortium mit deutschen Unternehmen

An dem Konsortium sind auch deutsche Firmen beteiligt: Ubirch, Bechtle und Govdigital (Kommunalverbände und Bundesdruckerei).

Der Auftrag umfasst 3 Millionen Euro. Herausforderung ist bei der Umsetzung vor allem der Anschluss an die Infrastruktur von 410 Impfzentren und 55.000 Praxen in Deutschland. Bei der Bewerbung um den Auftrag hat sich das IBM-Konsortium gegen die Telekom durchgesetzt, das im vergangenen Jahr die Corona-Warn-App mit SAP entwickelt hat.

Impfpass könnte zur Öffnung beitragen

Derzeit spielen Nachweise für Impfungen schon eine wichtige Rolle beim internationalen Tourismus. Einige Länder gewähren geimpften Personen die Einreise weitestgehend ohne Beschränkungen sowie Zugang zu vielen öffentlichen Aktivitäten und Dienstleistungen.

Allen voran geht hierbei Israel. Das Land hat weltweit mit Abstand die höchste Impfrate mit 57,7% (Stand 09.03.2021). Mit einer grünen und violetten Plakette kennzeichnet das Land geimpfte und ungeimpfte Personen und erlaubt oder verbietet dementsprechend bestimmte Aktivitäten.

IBM-Impfpass wird zur Öffnung in Deutschland beitragen

In Deutschland hat die Bundesregierung bisher festgelegt, dass geimpfte Bevölkerungsgruppen keine Sonderbehandlung erhalten. Hierbei spielt auch eine Rolle, dass die Wissenschaft derzeit davon ausgeht, dass Geimpfte weiterhin Coronaviren übertragen können.

Sollte die Impfrate zukünftig jedoch deutlich höher sein, könnte sich auch die Situation in Deutschland ändern. Ob dies jedoch erst bei einer Immunitätsrate von 70% oder schon bei einer flächendeckenden Impfung der Risikogruppen der Fall ist, ist derzeit noch nicht abzuschätzen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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