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Bahn rechnet nach Streik mit verkehrsreichstem Wochenende des Jahres

| von Michael Sprick

Die Bahn zieht nach dem vorerst ersten Streik eine positive Bilanz, und rechnet mit dem verkehrsreichsten Wochenende des Jahres.


Bahn rechnet nach Streik mit verkehrsreichstem Wochenende des Jahres
Reisende spiegeln sich in den Seitenscheiben eines ICE im Berliner Hbf. Bildnachweis: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

Der GDL Streik endete in dieser Nacht um 2 Uhr und konnte daher diesen Morgen wieder „weitestgehend“ normal starten, wie die Deutsche Bahn (DB) berichtet. Im Laufe des Tages kommt es dennoch noch zu Irregularitäten im Fahrplan.

Bilanz der Deutschen Bahn zum Streik

Laut Angaben der Bahn waren Millionen von Menschen vom Streik der GDL betroffen. Demnach soll nur einer von planmäßig vier ICs oder ICEs gefahren sein. Dabei beschränkte sich der Verkehr auf die logistisch wichtigsten Fahrstrecken. Am Donnerstag gelang es der Bahn, den Verkehr mit 10% mehr Ersatzzüge und zusätzlichen 15000 Sitzplätzen die Lage ein wenig zu verbessern.

Auch die extra eingerichtete Sonderhotline soll laut Angaben der Bahn gut genutzt gewesen sein. In Spitzenzeiten sei diese Hotline mit 450 Mitarbeitern besetzt gewesen. Insgesamt hätten diese rund 30.000 anrufe beantworten können. Die Sonderhotline soll nach Information der Bahn noch diesen Freitag zur Verfügung stehen. Am Samstag stünden den Kunden dann wieder die regulären Informationsangebote zur Verfügung.

Der Ersatzfahrplan sei insgesamt stabil und verlässlich sowohl im Fernverkehr als auch im Nahverkehr abgelaufen. Insgesamt wären 40% des normalen Fahrplans aufrechterhalten geblieben – „allerdings mit großen regionalen Unterschieden“. Doch noch immer kommt es zu Unregelmäßigkeiten im Bahnverkehr.

Bahn rechnet mit weiteren Verzögerungen am Wochenende

Besonders beim Güterverkehr kommt es wohl zu starken Verzögerungen, die teilweise auch den Grenzverkehr betreffen. Damit strahlt der GDL-Streik auch in die Auslandswirtschaft ab, wie die Bahn informierte. Einige Strecken des Bahn-Netzes sind daher überfrequentiert, weshalb es immer noch zu Verzögerungen kommen kann. Die Bahn rechnet damit, dass dieses Wochenende das verkehrsreichste des Jahres werden wird. Das lege nicht nur am Streik, sondern auch am Ferienverkehr. Zwölf Bundesländer befinden sich weiterhin in ihren Sommerferien.

Die Bahn bittet ihre Fahrgäste daher die Verbindungen vorab zu überprüfen und sich gegebenenfalls entsprechend anzupassen. Das sei am besten unter der Seite bahn.de, der App DB Navigator oder der Sonderhotline zu erledigen. Derweil ist in den kommenden Wochen und Monaten voraussichtlich mit weiteren Streiks zu rechnen. Die Fronten zwischen Bahn und GDL schienen bis zuletzt verhärtet zu sein.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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