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Balearen führen wieder neue Corona-Maßnahmen ein

| von Michael Sprick

Die Regierung der Balearen will angesichts der neuen Infektionswellen wieder neue Maßnahmen einführen inklusive Sanktionen gegen Trinkgelage.


Balearen führen wieder neue Corona Maßnahmen ein

Die Balearen führen neue Restriktionen ein, um den Ausbruch neuer Coronavirus-Infektionen auf den Inseln einzudämmen. Sie sind größtenteils eine Wiedereinführung der Maßnahmen, die schon Anfang des Jahres in Kraft traten. Ein besonderer Fokus liegt jedoch auf Partys, Trinkgelage und andere Zusammenkünfte, wie Diario de Mallorca berichtet.

Da die Balearen nach wie vor als Urlaubsort attraktiv bleiben wollen, fallen die Restriktionen vergleichsweise moderat aus. So soll zum Beispiel keine strenge Ausgangssperre gelten und auch die Maskenpflicht gilt nur dann, wenn Abstände nicht einzuhalten sind. Dennoch ist der Maßnahmenkatalog wieder sehr umfassend.

Versammlungen wieder eingeschränkt

Dabei steht noch nicht bei allen Maßnahmen fest, wann sie überhaupt in Kraft treten können. Die Regierung unter Francina Armengol will private Versammlungen wieder auf sechs Personen begrenzen, wenn sie nicht aus einem Haushalt stammen.

Da das Versammlungsrecht aber ein Grundrecht ist, bedarf diese Maßnahme erst der Zustimmung des Obersten Gerichtshofs der Balearen. Dass die Gerichtshöfe nicht immer mit den Entscheidungen der Regierungen einverstanden sind, zeigte zuletzt der Fall der Kanaren. Hier wollte die Regierung ebenfalls eine neue Ausgangssperre einführen, was am Gerichtshof scheiterte.

Wieder verschärfte Restriktionen für die Gastronomie

Es steht jedoch schon fest, dass Gastronomen ihre Schließzeit auf ein Uhr morgens vorverlegen müssen. Das ist nur eine leichte Verschiebung von der bisher geltenden Schließungszeit um 2 Uhr morgens.

Ab dem gleichen Tag wird die maximale Anzahl der Personen pro Tisch von zwölf auf acht im Freien und von sechs auf vier im Innenbereich reduziert. Diese Maßnahme betrifft Bars, Restaurants, Cocktailbars, Cafés und Spielhallen.

Sanktionen gegen Trinkgelage

Ab sofort wird die Teilnahme an einem Botellón, ein Trinkgelage, mit einer Geldstrafe von bis zu 1.000 Euro geahndet. Die Strafe steigt auf 2.000 Euro, wenn Sie trotz Quarantäne an einer solchen Veranstaltung teilnehmen und wiederum auf bis zu 5.000 Euro, wenn Sie die Quarantäne brechen, obwohl Sie positiv auf das Coronavirus getestet sind.

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Anderen Maßnahmen, die die Ausübung von Sport-, Freizeit- und gesellschaftlichen Veranstaltungen, Feiern und Zeremonien betreffen, treten ebenfalls in Kraft.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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