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Balearen lockern Maßnahmen nach Rückgang der Inzidenz

| von Michael Sprick

Die Balearen lockern die nächtliche Ausgangssperre, nachdem die Infektionszahlen zuletzt stark rückläufig waren.


Balearen lockern Maßnahmen nach Rückgang der Inzidenz
Kathedrale von Palma. Bildnachweis: Unsplash / David Vives

Die Balearen haben die Beschränkungen gelockert, nachdem die Infektionszahlen zuletzt stark gesunken sind. Die Lockerungen bestehen in der Abschaffung der nächtlichen Ausgangssperre und des Versammlungsverbots. Darüber berichtet das Mallorca Magazin.

Inzidenz zuletzt stark gesunken

Derzeit steht die 7-Tage-Inzidenz für die gesamten Balearen bei 70. Ab Dienstag wird das Ausgehverbot auf den Straßen Mallorcas für Nicht-Einwohner von 01.00 Uhr auf 02.00 Uhr verschoben. Die Lockerungen treten am morgigen Dienstag, den 7. September 2021 in Kraft.

Mit dieser Maßnahme sollen die Botellones bekämpft werden. Es handelt sich um Trinkgelage, die an vielen Orten Spaniens schon lange vor der Pandemie ein Problem waren. Jedoch störten sie bisher nur Anwohner aufgrund von Lärmbelästigung und zurückgebliebenem Müll. Seit der Pandemie gelten sie aber zusätzlich als Infektionstreiber. Vor allem auf den Balearen gab es einige Schlagzeilen, dass sich einige Jugendliche nach solchen Gelagen infiziert hatten und in Quarantäne-Hotels untergebracht werden mussten. Diese machten wiederum teilweise selbst Schlagzeilen, da zumindest in einem der Hotels schlechte Zustände geherrscht haben sollen.

Grundvoraussetzung für die Lockerungen sind die niedrigen Infektionszahlen auf den Balearen. Vor einem Monat, als diese Maßnahmen noch nicht in Kraft waren, lag die Inzidenz bei über 400 Fällen pro 100.000 Einwohner. Trotz der Maßnahmen verlief auch die restliche Saison auf den Balearen noch relativ erfolgreich. Mit der Lockerung hofft die Regierung der Balearen auch, den Urlaub für Ausländer über die eigentliche Saison hinaus attraktiv machen zu können.

Balearen wollen Saison verlängern

Erst vergangene Woche kamen die Regierung der Balearen sowie Vertreter von Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden zu einem runden Tisch zusammen, um Bilanz zu ziehen und das weitere Vorgehen zu besprechen. Die Runde kam zu einem Ergebnis, das der Co-Präsident der Barceló Hotel-Gruppe, Simón Pedro Barceló, als Diskussion über ein halbvolles oder halbleeres Glas zusammenfasste. Demnach gab es sowohl positive als auch negative Aspekte in der nun vorübergegangenen Sommersaison.

Ein Beschluss, der im Zusammenhang mit dieser Runde steht, ist, dass die Balearen jedoch zwei Mio. Euro in die Verlängerung der Saison investieren wollen. Damit soll vor allem in den wichtigen Märkten Deutschland und dem Vereinigten Königreich auf die Verlängerung der Saison aufmerksam gemacht werden. Die Balearen wollen noch bis Ende des Jahres für den Tourismus geöffnet bleiben. Die meisten Hotels bleiben daher noch mindestens diesen Monat geöffnet und locken noch einmal mit Sonderangeboten auf die Inseln.

Weitere Lockerungen

Neben der Lockerung der Nachtstunden auf Mallorca und Formentera hat die Balearenregierung auch auf Menorca die Aufhebung aller nächtlichen Mobilitätsbeschränkungen beschlossen. In Eivissa hingegen bleiben die Beschränkungen für Nichtansässige von 01.00 bis 06.00 Uhr in Kraft.

Was die Restaurants betrifft, so erweitert die Regierung von Francina Armengol die Obergrenzen für die Anzahl der Gäste pro Tisch. Von diesem Dienstag an sind acht Personen im Innenbereich und 12 auf den Terrassen erlaubt. Der Sprecher der balearischen Regierung, Iago Negueruela, hat darauf bestanden, Vorsicht und Verantwortung gegenüber den Bürgern einzufordern, nachdem der Oberste Gerichtshof der Balearen (TSJIB) vor einigen Tagen die Absicht der Regierung zurückgewiesen hat, für den Zugang zu großen Sport- und Kulturveranstaltungen eine doppelte Impfung, den Genesenenstatus oder einen PCR-Test zu verlangen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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