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Balearen: Tourismus startet SOS-Kampagne auf Straßen, Fassaden und Balkonen

| von Michael Sprick

Auf den Balearen wird am Freitag ein großer Verbund der Touristik-Branche auf die prekäre Situation der Beschäftigten aufmerksam machen. Der Protest drückt sich vor allem in Plakaten und Bannern auf der Insel aus.


Balearen: Tourismus startet SOS Kampagne auf Straßen, Fassaden und Balkonen

Der Tourismussektor der Balearen bereitet den Start einer großen Kampagne vor, die den Namen „SOS Tourismus“ trägt. Sie soll die Öffentlichkeit und die politischen Vertreter auf die dramatische wirtschaftliche Situation der Tourismusbranche aufmerksam machen. Sie sind eine Folge der aktuellen Gesundheitskrise und der daraus resultierenden restriktiven Maßnahmen.

Protest wird vor allem visuell

Der Start der Kampagne wird am Freitag sein. Ihre Organisatoren sind ein großer Zusammenschluss von Verbänden und Einrichtungen. Die Kampagne wird Online, auf den Straßen in Form von Plakaten und Bannern an Häuserfassaden sichtbar sein. Ausgesprochenes Ziel ist es, neben den Stimmen in Medien, Radio und im Internet, die auf die prekäre Situation hindeuten, auch ein visuelles Zeichen zu setzen.

Die Gesundheitskrise von Covid hat zu einem völligen Zusammenbruch des wichtigsten Wirtschaftsmotors der Inseln geführt. Aus Sicht des Hotelgewerbes, das 42 Prozent des balearischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht, ist die Situation also sehr negativ. Die Hälfte der Betriebe hat bereits permanent geschlossen. Es herrscht daher ein Notstand auf der Insel.

Viele andere mit dem Tourismus verbundene Aktivitäten haben jedoch ein ähnliches Schicksal erlitten. Wie zum Beispiel das Gaststättengewerbe, das ebenso wie der Einzelhandel und Fitnessstudios direkt von den Maßnahmen betroffen ist. Auch Clubs, Diskotheken und andere Lokale werden sich dem stillen Protest wohl anschließen.

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Michael Sprick
Autor: Michael Sprick

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.