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Bali arbeitet an baldiger Öffnung für den Tourismus

| von Michael Sprick

Bali erreicht in Kürze das Ziel der 70%-Impfquote und will damit wieder touristische Einreisen auf die Insel ermöglichen.


Bali arbeitet an baldiger Öffnung für den Tourismus
Landschaft von Bali. Bildnachweis: Unsplash / Jeremy Bezanger

Die Tourismusbranche auf Bali hofft auf einen Aufschwung, nachdem die Covid-19-Beschränkungen für die Ferieninsel vergangene Woche gelockert wurden und die Regierung damit begonnen hat, Pläne für die Wiederaufnahme des Reiseverkehrs zu fassen.

Inzidenz sinkt und Wirtschaft drängt auf Wiederöffnung

Der einst blühende Urlaubsort des Landes war während des Covid-19-Ausbruchs in Indonesien – einem der schlimmsten in Asien – unheimlich ruhig. Hotels, Restaurants und Strände blieben geschlossen. Inzwischen sind dutzende von Hotels auf Bali aufgrund der Schließungen während der weltweiten Pandemie offiziell in Konkurs gegangen, wie die Bali Sun berichtet. Viele Bewohner der Insel haben dadurch ihre Jobs verloren. Die Unterstützung durch den Staat ist minimal, weshalb die Einwohner sehr daran interessiert sind, dass die Wiedereröffnung stattfinden kann.

Allerdings sind die Fälle in dem südostasiatischen Land im letzten Monat deutlich zurückgegangen, nachdem sie Mitte Juli ihren Höhepunkt erreicht hatten. Hochrangige Minister der Regierung sagten am Montag, dass die Beschränkungen auf Bali gelockert würden, so dass einige touristische Ziele geöffnet und Kinos mit 50 Prozent Auslastung betrieben werden könnten.

Regierung arbeitet bereits an der Öffnung

Tourismusminister Sandiaga Uno sagte diese Woche, dass sein Ministerium Pläne für die Wiedereröffnung für ausländische Touristen ausarbeite, obwohl der Zeitpunkt noch nicht feststehe.

Kürzlich wies er darauf hin, dass möglicherweise das thailändische „Phuket Sandbox“-Konzept auf Bali angewandt werden könnte, das es einer begrenzten Anzahl vollständig geimpfter ausländischer Touristen aus Ländern mit geringem Risiko erlauben würde, ohne Quarantäne zu reisen.

Bei der Bali Sun ist ebenfalls von einem „Travel Corridor“ die Rede. Allerdings erwähnt der Bericht nicht genau, mit welchem Land, unter welchen Bedingungen und wie lange dieser Korridor bestehen wird.

70%-Impfquote ist Bedingung für Tourismus-Öffnung

Auf einer Online-Pressekonferenz am Dienstag sagte Sandiaga, dass die Tourismusgebiete eine Impfquote von 70 Prozent vor der Öffnung erreichen sollten. Er schlug außerdem eine regionale Zusammenarbeit vor, um ein touristisches „Dreieck“ aus Phuket, Langkawi und Bali zu bilden. Auch Malaysia und Vietnam erwägen die Öffnung von Touristenparadiesen für Reiseblasen, unter anderem auf den Inseln Langkawi und Phu Quoc.

Nach Angaben des balinesischen Gesundheitsministeriums sind mehr als 66 Prozent der Menschen auf Bali vollständig geimpft. Demnach dürfte die Öffnung also in absehbarer Zeit erfolgen.

Lokale Lockerungen bereits umgesetzt

Derweil finden sich aber bereits einige Lockerungen statt. Einkaufszentren und einige Touristenattraktion dürfen wieder öffnen. Dabei gelten jedoch weiterhin Beschränkungen, so dürfen Läden ihre Kapazitäten mit nur 50% der normalerweise möglichen Kunden auslasten. Außerdem müssen Geschäfte bereits um 21.00 Uhr schließen.

Abgesehen davon müssen Besucher auch den Nachweis ihrer Covid-19-Impfung erbringen, bevor sie die Einrichtungen als Teil des Screening-Prozesses betreten. Auf Bali geschieht dies mittels einer App namens PeduliLindungi, die über einen QR-Code verfügt.

Die Restaurants in den Einkaufszentren dürfen nur mit 25 % ihrer maximalen Kapazität betrieben werden.

Verbot für Rucksacktouristen angekündigt

Ein aus europäischer Sicht sicherlich fragwürdiger Schritt ist auch, dass die Regierung Balis, Backpackern die Einreise nach Bali verbieten will. Das geht ebenfalls aus einem Bericht der Bali Sun hervor. So erklärt der Minister für Seefahrt und Investitionen, Luhut Binsar Pandjaitan das Verbot:

„Wir streben einen Qualitätstourismus auf Bali an, deshalb werden wir keine Rucksacktouristen einreisen lassen, sobald der Plan zur Wiedereröffnung für internationale Reisende in naher Zukunft offiziell umgesetzt wird.“

Allerdings geht aus dem Bericht nicht genau hervor, wie sich das Verbot für Rucksacktouristen konkret gestalten soll.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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