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Bayern: Testpflicht für Geimpfte und Genesene in Skigebieten weggefallen

| von Michael Sprick

Zum Start der Saison fällt die 2,5G-Regel in Bayern weg. Geimpfte und Genesene müssen keinen Test mehr vorweisen. Dennoch sind Skilift-Betreiber besorgt, wirtschaftlich rentabel durch die Saison zu kommen.


Bayern: Testpflicht für Geimpfte und Genesene in Skigebieten weggefallen
Piste selbst hochsteigen am Roßkopf, Schliersee. Bildnachweis: Unsplash / Mohammad Saifullah

Viele Skigebiete haben am vergangenen Wochenende in Bayern geöffnet, einige weitere sollen am nächsten Wochenende folgen. Noch rechtzeitig zum Beginn der Skisaison ist Bayern zudem die Testpflicht für Geimpfte und Genesene weggefallen. Darüber berichtet die Süddeutsche Zeitung.

2G+-Regelung fällt in Skigebieten in Bayern weg

Die Testpflicht für Geimpfte und Genesene, die sogenannte 2G+-Regelung ist von den Betreibern schon im Vorfeld massiv kritisiert worden. Sie sahen darin einen Quasi-Lockdown, der viele Wintersport-Begeisterte zusätzlich davon abhalten würde, einen Skiurlaub zu buchen. Eingeführt hatte die bayrische Regierung die Regelung vor einigen Wochen, als die Infektionszahlen vor allem in Bayern hochschnellten.

Inzwischen sinkt die 7-Tage-Inzidenz wieder und liegt für ganz Deutschland laut Corona-in-Zahlen.de auch wieder unter dem Wert von 400. Der positive Trend der sinkenden Infektionszahlen bleibt vermutlich noch einige Wochen erhalten. Daher sieht es derzeit danach aus, dass die Lockerungen für’s erste erhalten bleiben.

Kapazitätsbegrenzung für Groß-Gondeln bereiten Betreibern dennoch Sorgen

Eigentlich stünde damit einer halbwegs normalen Skisaison nichts mehr im Weg und die Betreiber hätten nun die Möglichkeit, Verluste aus der vergangenen Saison nun wieder aufzuholen. Die Kapazitätsbeschränkungen für große Gondeln bleiben jedoch weiterhin bestehen und bereiten den Betreibern Sorgen.

In diesen dürfen sich nur noch ein Viertel der gewöhnlichen Kapazität gleichzeitig aufhalten. Damit erwarten die Betreiber, dass sich die Wartezeiten massiv verlängern. Am Wochenende hat dies an der Zugspitze bereits zu längeren Wartezeiten geführt. Derzeit prüfen die Betreiber daher, ob sie die Skianlagen unter diesen Auflagen überhaupt wirtschaftlich rentabel betreiben können.

Wirtschaftliche Rentabilität steht infrage

Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn, Verena Altenhofen: „Wir haben am Samstagvormittag den Ticketverkauf stoppen müssen.“ Ob so ein wirtschaftlicher Betrieb möglich sei, müsse man nun prüfen.

Die Regelung gilt mit der aktuellen Corona-Verordnung noch bis Mittwoch, den 15. Dezember. Die Betreiber hoffen nun darauf, dass die Gondeln wieder vollständig besetzbar sein dürfen. Altenhofen verweist dabei auf die Situation in Österreich. Mit dem Lockdown, der heute zu Ende gegangen ist, herrschte generell eine striktere Verordnung im Nachbarland. Dennoch dürfen die Gondeln auch hier voll besetzt werden.

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Für die Betreiber der Skilifte wäre eine Lockerung der Kapazitätsbegrenzung wichtig. Durch die Pandemie mussten die Skiliftbetreiber die gesamte letzte Saison ausfallen lassen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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