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Belgien: Testfälscher am Flughafen erhalten hohe Geld- und Haftstrafen

| von Michael Sprick

Am Brüsseler Flughafen wurden 820 Passagiere mit gefälschten Tests erwischt. Nun hat ein Strafgericht Urteile gegen einen Teil der Angeklagten ausgesprochen.


Belgien: Testfälscher am Flughafen erhalten hohe Geld und Haftstrafen
Flughafen-Passage. Bildnachweis: Unsplash / Chuttersnap

Ein belgisches Gericht hat Strafen von bis zu einem Jahr Gefängnis gegen 16 Reisende verhängt, die versucht hatten, ein Flugzeug in Belgien zu besteigen, indem sie falsche Negativbescheinigungen für PCR-Tests vorlegten. Darüber berichtet das belgische Luftfahrt-Nachrichten-Portal Aviation24.be.

820 Testfälscher am Brüsseler Flughafen

Rund 820 Reisende wurden in den letzten Monaten am Flughafen Brüssel-Zaventem mit gefälschten Gesundheitsbescheinigungen abgefangen. Achtzig Prozent von ihnen akzeptierten eine Geldstrafe von 750 Euro, anstatt vor Gericht zu gehen.

Die übrigen haben sich geweigert, weshalb eine förmliche Anklage vor Gericht erfolgen musste. Nun hat das Strafgericht Halle-Vilvoorde Urteile gegen eine erste Gruppe der Angeklagten ausgesprochen.

Mehrere Monate Haft und Geldstrafe

16 Personen hat das Strafgericht Halle-Vilvoorde wegen Urkundenfälschung und -missbrauchs verurteilt. Zwölf davon, die alle vom Gericht abwesend waren, erhielten sechs Monate Gefängnis- und Geldstrafen von 1600 Euro. Einen von ihnen hat das Gericht zu zwei Jahren Haft verurteilt, da eine Teststelle ihn zuvor positiv auf Covid-19 getestet hatte.

Laut aviation24.be wurde einer der vier anwesenden Angeklagten, eine Frau, die auf ihre Unschuld bestand, zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung und 800 Euro Geldstrafe verurteilt. Die drei letztgenannten erhielten Strafen von 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit sowie ein Jahr Haftstrafe.

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Das Gericht betonte in seinem Urteil, dass es „nur wenige Lehrbücher dieser Art über ungehindertes egoistisches Verhalten“ gibt. Und bedauerte, dass die Angeklagten „absichtlich die Gesellschaft gefährdet haben, indem sie ihre eigene Reisefreiheit über das öffentliche Interesse stellten“.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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