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Berlin – Kultursenator will Tanzverbot im Freien ab dem 18. Juni aufheben

| von Michael Sprick

Ab dem 18. Juni könnte in Berlin das Tanzverbot im Freien aufgehoben werden. Zumindest, wenn es nach Kultursenator Klaus Lederer geht.


Berlin Kultursenator will Tanzverbot im Freien ab dem 18. Juni aufheben

In Berlin gibt es aus der Politik erste Signale, dass Clubs und Diskotheken bald Events im Freien durchführen könnten. Dazu ließ der rbb den Kultursenator Berlins, Klaus Lederer, sowie Pamela Schobeß, Vorsitzende der Clubkommission Berlins, zu Wort kommen.

Derzeitige Regelung für Clubs unwirtschaftlich

Schobeß gehört der Club „Gretchen“ in Berlin. Dass die derzeitigen Lockerungen für die Clubs in Berlin noch lange nicht ausreichend sind, kann sie anhand der Situation ihres eigenen Clubs aufzeigen. Sie dürfe gerade einmal 36 Personen in das Gretchen eintreten lassen. Obwohl der Veranstaltungsort eine Kapazität von mehreren hundert Leuten hat. Für die meisten Clubs ist diese Situation also unwirtschaftlich.

Klaus Lederer, Kultursenator Berlins, zeigt Bereitschaft, die Situation der Clubszene zu verbessern. Gegenüber dem rbb sagte er: „Wir als Kulturverwaltung wollen vielleicht nicht gleich 1.000 Leute auf einen Schlag, aber mit einer bestimmten Personenzahl Aktivitäten draußen – auch Tanzaktivitäten draußen – ermöglichen.“

Erfahrungen aus dem letzten Sommer

Dabei gebe es vor allem bedenken gegenüber illegalen Veranstaltungen, die im Freien stattfinden und von der Polizei aufgelöst werden müssen. Lederer sei es lieber, legale Tanzveranstaltungen stattfinden zu lassen, die sich an Beschränkungen halten, als dies in einem illegalen Rahmen ohne Beschränkungen geschehen zu lassen. Ähnliche Regelungen hatte es schon im vergangenen Jahr gegeben.

Schobeß kann hierbei also aus Erfahrungen vom letzten Sommer schöpfen. Sie sieht die Problematik, dass viele Clubs wahrscheinlich keine Ausnahmegenehmigung für Veranstaltungen und das Abspielen von Musik im Freien von ihren Bezirken erhalten würden. Doch selbst bei Erteilung dieser Genehmigung lief für die Clubs vieles nicht perfekt. Schon im vergangenen Sommer sei es zu Missverständnissen mit der Polizei und den Ordnungsämtern gekommen. Diese seien laut Schobeß schlechter als die Clubs informiert gewesen und hätten von den Ausnahmegenehmigungen nichts gewusst.

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Daher wünscht sich die Vorsitzende der Clubkommission, dass der Kommunikationsfluss zwischen denen Bezirksleitungen und den Behörden in Zukunft besser funktioniere.

Kultursenator Lederer, sagte, dass er die von ihm vorgesehene Aufhebung des Tanzverbots für Außenveranstaltungen für die Zeit ab dem 18. Juni vorsehe.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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