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Bhutan: Rentnerin ist einzige Touristin im ganzen Land

| von Michael Sprick

Bhutan hat sich lange für den Tourismus gesperrt. Dann wurde eine US-amerikanische Rentnerin zur ersten und einzigen Touristin im ganzen Land.


Bhutan: Rentnerin ist einzige Touristin im ganzen Land
Hängebrücke in Punakha. Bildnachweis: Unsplash / Faris Mohammed

Das kleine Königreich Bhutan im Himalaya Gebirge, welches unter anderem für sein berühmtes „Taktshang“ Klippenkloster und den „Punakha-Dzong“ Fluss bekannt ist, startete vor kurzem ein Experiment. Hierbei können Interessierte ein Touristenvisum beantragen, über welches die Behörden dann im Einzelfall entscheiden wird. Seit Beginn der Aktion durfte allerdings erst eine Ausländerin wirklich einreisen.

Bhutan: Infektionseindämmung wichtiger als Tourismuswirtschaft

Das Königreich Bhutan ist mit seinen 770.000 Einwohnern stark vom eingehenden Tourismus abhängig. Zudem zählt es nach Einschätzungen der Vereinten Nationen zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Dennoch gewichtet die Regierung des Landes die Infektionsprävention stärker als das Geld der touristischen Gäste.

Dieses Vorgehen geht auch mit der grundsätzlichen Philosophie des Landes einher. Demnach steht stets das Wohlbefinden des eigenen Volkes höher als das generelle Wirtschaftswachstum. Diese Grundeinstellung lebt das Land bereits länger erfolgreich aus, denn seit Jahrzehnten dürfen allgemein wenige Gäste das Königreich am Himalaya besuchen. Touristen müssen zudem pro Tag mindestens 250 Dollar für ihre Aufenthaltskosten im Voraus bezahlen.

US-Amerikanerin ist einzige Touristin in ganz Bhutan

Die US-Rentnerin Fran Bak ist die erste Touristin, welche während der Pandemiezeit in das kleine Königreich reisen durfte. Über ihren Aufenthalt schrieb GEO eine kleine Reportage. Ihr wurde die Reise ermöglicht, da sie bereit war, sich drei Wochen auf eigene Kosten in Quarantäne zu begeben. Außerdem war sie den Veranstaltern von einer früheren Bhutan-Reise bekannt. Fran Bak berichtete nach Ihrer Ankunft in Bhutan von einem herzlichen Empfang durch die einheimische Bevölkerung. Sie gab an, dass Ihr Aufenthalt dort den Leuten Hoffnung schenken würde.

Bhutan blickt optimistisch nach vorne

Ob demnächst wieder mehr Gäste im Land empfangen werden können, bleibt abzuwarten. Allerdings blickt das Land optimistisch nach vorne. Bisher zumindest hat das Königreich die Pandemie gut gemeistert. Insgesamt sind weniger als 2.700 Coronafälle bekannt geworden. Der König von Bhutan ist der sicheren Auffassung, dass sein Land mit seiner langjährigen Tourismustradition gut auf eine Zeit nach der weltweiten Pandemie vorbereitet ist.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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