Reisenews » Chaos auf Ryanair-Flug: Passagier versucht, Flugzeugtür zu öffnen und wird an Sitz gefesselt

Ryanair

Chaos auf Ryanair-Flug: Passagier versucht, Flugzeugtür zu öffnen und wird an Sitz gefesselt

| von Michael Sprick

Ein Passagier rebelliert während des Fluges und wird an seinen Sitz gefesselt. Der Vorfall ereignete sich in einer Ryanair-Maschine auf der Strecke Sevilla-Budapest.


Irische Reisebüros: "Ryanair schuldet 20 Millionen Euro an Rückerstattungen"
Bildnachweis: Ryanair


Mit vereinten Kräften haben Passagiere und Besatzung einen Mann auf einem Ryanair-Flug gefesselt. Dem Bericht von The Indepent nach, war der Mann „durchgedreht“ und hatte versucht, die Flugzeugtür während des Fluges zu öffnen.

Mann wurde gewalttätig und versuchte Flugzeugtür zu öffnen

Der junge Mann in dem Video, der mit seiner Partnerin unterwegs war, verhielt sich sehr aggressiv. Er trat gegen die Sitze, bedrohte Leute mit einem Stift und griff seine Mit-Passagiere sogar tätlich an, wie The Independent berichtet.

In einem Video-Ausschnitt der spanischen Zeitung El Mundo ist zu sehen, wie andere Passagiere bereits in Bereitschaft stehen, den Mann zu stellen und ihn am Ende scheinbar auf einem Sitz festhalten.

Passagiere und Flugpersonal überwältigten den Mann

Zuvor hatte er offenbar schon versucht, die Flugzeugtür des Ryanair-Fliegers zu öffnen, weshalb die Situation überhaupt erst eskalierte. Der Vorfall ereignete sich an Bord des Fluges FR5253 am 11. November. Wobei die mit dem Smartphone gefilmten Aufnahmen erst kürzlich auftauchten.

Den Rest des Fluges verbrachte er angeschnallt in seinem Sitz. Auf dem Flughafen Budapest-Ferenc Liszt wurde er in Polizeigewahrsam genommen. Über den Mann ist nicht viel bekannt, außer dass es sich offenbar um einen Ungaren handelt. Er befand sich offenbar in einem geistig verwirrten Zustand. Nach Ankunft in Budapest nahm ihn die ungarische Polizei fest.

Ähnliche Vorfälle nehmen zu

Seit Beginn der Pandemie stellen Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter einen starken Anstieg der Gewalt und Vorfälle vor. In den USA ist das Thema zu einem Dauerthema in den Medien geworden und beschäftigt mittlerweile auch die Politik. Sara Nelson, die internationale Präsidentin der Flugbegleitergewerkschaft Association of Flight Attendants, äußerte sich zu dem Thema vor zwei Wochen sogar vor dem US-Kongress. Darüber berichtete Travel Pulse.

Nelson trug dabei die allgemeine und die persönliche Situation der Flugbegleiter vor:

„Wir sind auf dem besten Weg, im Jahr 2021 mehr Vorfälle von störenden Fluggästen zu verzeichnen, als wir in der Geschichte der Luftfahrt je gesehen haben“, sagte sie. „Während die Zahl der schlechten Schauspieler relativ gering ist, sind die Vorfälle von Störungen so allgegenwärtig, dass sich Flugbegleiter jeden Morgen, wenn sie ihre Uniform anziehen, fragen, ob sie damit ein Zeichen von Führung und Autorität in der Kabine setzen, um die Sicherheit aller zu gewährleisten, oder ob sie ein Ziel für einen gewalttätigen Angriff sein werden.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

Erhalte jeden Tag alle Neuigkeiten: