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Das Kolosseum in Rom öffnet Untergrund-Ebenen für die Öffentlichkeit

| von Michael Sprick

Zum ersten Mal in der Neuzeit sind die Untergrund-Ebenen für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Restaurationsarbeiten liefen seit 2013.


Das Kolosseum in Rom öffnet Untergrund Ebenen für die Öffentlichkeit

Das Kolosseum in Rom öffnet sein Hypogäum. Es ist das erste Mal in der Neuzeit, dass die Öffentlichkeit diesen Teil des Kolosseums begehen darf. Darüber berichtet das italienische Kulturportal Libreriamo.

Restaurationsarbeit dauerte seit 2013

Es handelt sich bei dem Hypogäum um den Untergrund des Kolosseums, sozusagen um den Backstage-Bereich. Hier warteten die Gladiatoren, Sklaven und Tiere bevor sie in die Arena entlassen wurden. Da der eigentliche Arena-Boden mit der Zeit zerfiel, war das Hypogäum lange Zeit von den äußeren Rängen des Kolosseums aus sichtbar. In der Antike war dieser Teil jedoch abgedeckt und nur von Fackeln, Öllampen oder Kerzenlicht beleuchtet.

Die Restauration des Hypogäums hat die italienische Modefirma Tod’s zu großen Teilen getragen. Schon 2010 wollte die Modefirma die Arbeiten beginnen lassen. Die Absicht, mit dem Sponsoring Werbung für die eigene Marke zu machen, missfiel jedoch einem großen Teil der Öffentlichkeit. 2013 entschied ein gerichtliches Urteil jedoch für das Engagement der Firma und die Arbeiten begannen noch im selben Jahr.

Nächstes Restaurationsprojekt bereits geplant

Die neue Attraktion des Kolosseums ist also das Ergebnis von fast zehn Jahren Restaurationsarbeit. Wie lange und welche Teile des Hypogäums dabei für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben, steht bisher jedoch noch nicht fest. Die Restaurationsarbeiten sind nämlich noch nicht beendet.

Ein zweites Restaurationsprojekt sieht nämlich vor, dem Kolosseum einen hölzernen Boden zu geben. Dann hätten Zuschauer einen besseren Eindruck davon, wie das Kolosseum einmal in seinem ursprünglichen Zustand ausgesehen hat. In Zukunft könnten dann auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen im Kolosseum stattfinden.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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