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Deutschland – Singapur – Einreise ohne Quarantäne nach 1,5 Jahren

| von Michael Sprick

Singapur - Deutschland ist die erste Verbindung,die nah 1,5 Jahren Europa und Asien wieder quarantänefrei verbindet.


Deutschland Singapur Einreise ohne Quarantäne nach 1,5 Jahren
Blick auf die Skyline von Singapur. Bildnachweis: Unsplash / mike Enerio

Wenn Singapur am 8. September die Quarantäne für geimpfte Reisende abschafft, wird es das erste Mal nach anderthalb Jahren sein, dass Touristen nach Singapur wieder ohne Quarantäne kommen können.

In Asien fahren fast alle Länder eine No-Covid-Strategie. Daher ist Singapur auch das erste asiatische Land, das wieder relativ lockere Einreiseregeln für Touristen erlaubt. Eine Ausnahme sind hiervon lediglich gesonderte Touristenprogramme wie das Sandbox-Programm von Phuket in Thailand. Zwar gibt es dabei keine strikte Quarantäne, aber auch hier können die Urlauber sich für zwei Wochen nur in bestimmten Bereichen von Phuket aufhalten.

Touristische Reisen ohne Quarantäne nach 1,5 Jahren

Ab dem 8. September können vollständig geimpfte Einwohner nach Deutschland und zurück reisen, ohne eine Aufenthaltsgenehmigung (SHN) vorlegen zu müssen. Sie müssen sich jedoch vier PCR-Tests unterziehen, davon einen vor dem Flug. Da Singapur nicht als Hochrisikogebiet gilt, bedeutet dies, dass Reisende ohne Quarantäne in beide Richtungen reisen können.

Die IATA (International Air Transport Association) begrüßte heute die quarantänefreien Reisewege von Deutschland und Brunei aus in einer Pressemitteilung.

„Die Ankündigung von Singapur ist ein positiver Schritt in die richtige Richtung. Wir verstehen, dass ein vorsichtiges Vorgehen notwendig ist, und freuen uns auf die weitere Aufhebung der Quarantänebestimmungen. Dies wird zur Erholung der Luftfahrt- und Tourismusbranche beitragen“, sagte Conrad Clifford, stellvertretender Generaldirektor der IATA.

Qaurantäne wird auch für weitere Länder abgeschafft

Deutschland ist dabei jedoch nicht der einzige Staat, dem dies möglich sein wird. Auch Brunei, Macau und Hongkong gehören zu den quarantänefreien Reiseländern.

Außerdem wird Singapur ab dem 26. August einseitig alle Beschränkungen für Einreisende aus Macau und Hongkong aufheben. Dies bedeutet, dass Kurzzeitbesucher aus diesen beiden Städten unabhängig von ihrem Impfstatus nach Singapur einreisen können, ohne eine Aufenthaltsgenehmigung vorlegen zu müssen. Sie müssen sich jedoch Tests unterziehen und eine Versicherung abschließen.

Die Pläne für eine Reiseblase zwischen Hongkong und Singapur, die seit letztem Jahr verfolgt werden, werden jedoch aufgrund der unterschiedlichen Strategien der beiden Regierungen nicht umgesetzt werden. Während Singapur nun eine „endemische“ Strategie anstrebt, verfolgt Hongkong den Zero-Covid-Weg und hat in diesem Monat die Beschränkungen erneut verschärft.

Ab dem 21. August werden die Beschränkungen für Einwohner Singapurs, die aus Hongkong und Macau kommen, gelockert, und ab dem 26. August werden sie für Besucher aus diesen beiden Ländern weiter gelockert. Diese beiden Länder gehören zusammen mit Neuseeland, dem größten Teil des chinesischen Festlands und Taiwan zu den Ländern mit den geringsten Einreisebeschränkungen nach Singapur, d. h. zur Kategorie I auf der vierteiligen Liste des Stadtstaates.

Singapur versteht sich als offene Volkswirtschaft und ändert Umgang mit der Pandemie

Auf einer Pressekonferenz sagte der Generaldirektor der Zivilluftfahrtbehörde von Singapur (CAAS), Han Kok Juan: „Wir haben immer gewusst, dass Singapur als kleine, offene Volkswirtschaft mit der Welt in Kontakt treten muss, weil wir so unseren Lebensunterhalt verdienen und mit Familie und Freunden in Verbindung stehen. Die Frage war immer: Wie können wir uns vorsichtig, sicher und schrittweise mit der Welt verbinden, ohne die öffentliche Gesundheit zu gefährden?“

Singapur hat lange Zeit nur die Impfstoffe von Pfizer-BioNTech und Moderna anerkannt. Erst vergangene Woche hat sich dies geändert. Nun erkennt das Land auch andere Impfstoffe auf der WHO-Liste mit Notfallgenehmigung (AstraZeneca, Janssen sowie SinoVac) an.

Clifford, Generaldirektor der IATA forderte weitere asiatische Länder dazu auf, dem Beispiel von Singapur zu folgen:

„Es ist jetzt 1,5 Jahre her, dass die Welt ihre Grenzen für den internationalen Reiseverkehr geschlossen hat. Heute weiß man viel mehr über COVID-19. Leider verfolgen viele Staaten im asiatisch-pazifischen Raum weiterhin einen Null-COVID-Ansatz und schließen weiterhin ihre Grenzen. Dies ist nicht nachhaltig und schadet sowohl der Wirtschaft als auch der Bevölkerung.“

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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