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Die luxuriösen Orient Express-Züge sollen 2023 nach Italien zurückkehren

| von Michael Sprick

Der Orient-Express soll ab 2023 wieder auferstehen. Mit Italien als Zentrum fährt er alle wichtigen Ziele im Mittelmeer, einschließlich Istanbul an.


Die luxuriösen Orient Express Züge sollen 2023 nach Italien zurückkehren
Termini, Rom. Bildnachweis: Unsplash / Lawrence Chismorie

Der Orient-Express war einer der ersten Züge, die das Reisen im 19. Jahrhundert komfortabel und gleichzeitig massentauglich machen, auch wenn er luxuriös und definitiv etwas für die reiche Oberschicht war. Er macht viel des Charmes des 19. Jahrhunderts aus und ist zudem ein wichtiger Schauplatz für Kultur und Geschichte gewesen. Nun will Italien mit der französischen Gruppe Accor als Haupteigner den Orient Express wieder aufleben lassen. Darüber berichtet Il Sole 24.

Sechs Züge sollen die wichtigsten Ziele des originalen Orient-Express anfahren

Sechs Züge werden auf mehreren inländischen Strecken in Italien sowie auf acht internationalen Strecken verkehren, darunter von Rom nach Paris, sowie nach Split und Istanbul. Bei einem Zwischenstopp in Rom wird das erste Orient Express Hotel, Minerva, eröffnet, das für 2024 geplant ist.

Möglich gemacht hat dies eine Vereinbarung zwischen der französischen Gruppe Accor und Arsenale Spa. Zusammen haben sie dabei im vergangenen Juni das ehrgeizige Projekt des Dolce Vita Train ins Leben gerufen hat. Es ist ein Angebot von luxuriösen, langsamen und nachhaltigen Reisen entlang historischer Strecken und symbolträchtiger Ziele der Halbinsel.

Deluxe-Züge mit Suiten und Restaurant

Die Züge werden 12 Deluxe-Kabinen, 18 Suiten, eine „Ehrensuite“ und ein Restaurant umfassen, das „die Handwerkskunst, das Design und die Kreativität der 1960er und 1970er Jahre feiert“. Accor-Geschäftsführer Sabastien Bazin sagte:

„Wir betrachten es als ein großes Privileg, die historische Marke Orient Express für leidenschaftliche und anspruchsvolle Reisende wieder aufleben zu lassen.“

Die Züge sind dabei auch Teil eines Hotelkonzepts, das eng in Verbindung mit den Zugreisen angeboten werden soll. Die Hotels sollen einen ähnlichen Charme wie der Orient-Express versprühen. Dabei entstehen die Hotels in Rom, Mailand, London, Paris und Florenz noch. Sie sollen jedoch planmäßig 2024 eröffnen.

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Stephen Alden, Chief Executive von Raffles und Orient Express bei Accor, fügte hinzu:

„Es ist aufregend, den raffinierten nomadischen Geist des Orient Express für eine neue Generation von Reisenden wieder zum Leben zu erwecken. Die ursprüngliche Zugstrecke war insofern innovativ, als sie auf paradoxe Weise Kulturen zusammenbrachte. Den Okzident mit dem Orient, Geschichte mit Moderne. Als Künstler des Reisens möchten wir diese alte, ehrfurchtgebietende „Reise nach Anderswo“ wiederbeleben und bestimmte Paradoxien miteinander in Einklang bringen – Reise und Ziel, Erstaunen und Inspiration, Bewegung und Kontemplation.“

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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