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Digitales Covid-Zertifikat der EU bleibt „Work in Progress“

| von Michael Sprick

Das digitale Covid-Zertifikat der EU leidet immer noch unter Start-Schwierigkeiten in einigen Ländern. Laut der Europäischen Kommission bleibt es vorerst ein Work-in-Progress-Projekt.


Digitales Covid Zertifikat bleibt "Work in Progress"

Bei den Öffnungsbestrebungen der EU spielt das digitale Covid-Zertifikat eine Schlüsselrolle. Die Travel Weekly zitiert den Generaldirektor der Europäischen Kommission für Mobilität und Verkehr, der bei einer Online-Konferenz der Flugindustrie über dieses Thema sprach.

Covid-Zertifikat – „Work in Progress“

Mit dem 1. Juli ist das Zertifikat offiziell in Kraft getreten. Allerdings gilt gerade noch eine Gleitzeit. Mit dem 12. August soll das digitale Covid-Zertfikat aber endgültig funktionsfähig sein. Dass die Europäische Kommission das Datum aber evtl. zu früh angesetzt hat, lassen nun Aussagen von Hololei vermuten.

Hololei soll laut Travel Weekly eingeräumt haben, dass das Zertifikat „ein bisschen zu spät“ kam. Er sah das Problem dabei bei den Mitgliedsländern: „Es hat zu lange gedauert. Es wurde lange Zeit nichts getan, weil es keine Bereitschaft der Mitgliedsstaaten gab, es zu tun.“

„Es gibt einige operative Herausforderungen. Die große Herausforderung ist das Lesen des QR-Codes – es gibt Engpässe, wo das überprüft wird – und auch die Verarbeitung. Sie variiert von Mitgliedsstaat zu Mitgliedsstaat.“

„Es ist eine laufende Arbeit. Unsere Priorität ist es, einen Neustart in der EU zu haben. Als Nächstes würden wir gerne sehen, dass sich die USA öffnen und der Verkehr mit unseren nahen Nachbarn sich öffnet.

Fokus liegt jetzt auf gegenseitige Öffnung mit anderen Staaten

„Wir würden gerne die gegenseitige Anerkennung sehen, damit diese Zertifikate von unseren Partnern anerkannt werden. Leider haben die USA eine total restriktive Sichtweise eingenommen.

Für die Verbesserung des Zertifikats habe die Kommission bereits Vorschläge erarbeitet, die sie an die jeweiligen Entwickler der Mitgliedsstaaten weiterleiten wird. Der Fokus der Kommission liege jetzt aber darauf, die Öffnung zu anderen Mitgliedsstaaten zu ermöglichen.

Über Großbritannien sagte er: „Mit dem Brexit ist Großbritannien jetzt ein Drittland wie jedes andere. Aber wir hoffen, dass der Reiseverkehr zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU normal sein wird.“

„Mit Großbritannien haben wir keine Vereinbarung über das Zertifikat. Die Situation im Vereinigten Königreich war sehr unbeständig mit einer hohen Anzahl von Fällen. Das Vereinigte Königreich öffnet sich jetzt – mal sehen, welche Auswirkungen das hat.“

Er fügte hinzu: „Asien wird einige Zeit brauchen. Die Erholung der Langstreckenflüge wird viel länger dauern.“

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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