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Drittländer-Abkommen – EU beschließt gegenseitige Wiederöffnung der Grenze für geimpfte Touristen

| von Michael Sprick

In der EU ist ein Abkommen beschlossen worden, dass die gegenseitige Grenzöffnung für geimpfte Touristen mit Drittländern beschlossen hat.


Drittländer Abkommen EU beschließt gegenseitige Wiederöffnung der Grenze für geimpfte Touristen

Die EU hat sich am Mittwoch darauf geeinigt, ihre Außengrenzen wieder für geimpfte Touristen zu öffnen. Entscheidend ist, dass die verabreichten Impfstoffe von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassen sind.

Perspektive für touristische Reisen über Europa hinaus

Voraussetzung für die Einreise geimpfter Reisender in die EU ist, dass sie mindestens vierzehn Tage vor ihrer Reise die vollständige Impfung erhalten haben. Das haben die Mitgliedstaaten bei einem Treffen auf Botschafterebene in Brüssel vereinbart. Grundsätzlich ist der Beschluss an die Bedingung der Gegenseitigkeit geknüpft, sodass auch europäische Touristen die Aussicht haben, wieder zu touristischen Zwecken andere Länder zu bereisen.

Das Abkommen muss noch auf Ministerebene formalisiert werden. Das könnte wahrscheinlich diesen Donnerstag bei einem Treffen der Handelsminister geschehen.

Bis zum offiziellen Start des europäischen Impf-Zertifikats können nur Mitgliedstaaten diese Regelung einführen, die auch die Beschränkungen für andere EU-Bürger aufheben. Mit diesem Vorgehen wollen die europäischen Staaten sicherstellen, dass es keine privilegierte Behandlung von Bürgern von Drittstaaten gegenüber der eigenen Bevölkerung gibt.

Genaue Umsetzung der Direktive ist in der Hand der Mitgliedsstaaten

Wie bei vielen EU-Beschlüssen handelt es sich auch bei diesem Abkommen um eine Direktive. Im Einzelnen sind noch immer die nationalen Regierungen für die Umsetzung verantwortlich. Dabei ist es ihnen selbst vorbehalten, unter welchen Bedingungen sie die Einreisegenehmigung gestalten. So könnten die Länder zum Beispiel auch Einreisen von Personen gestatten, die Impfmittel erhalten haben, die die WHO (nicht aber die EMA) genehmigt hat. Dazu zählt derzeit zum Beispiel Sinopharm, das kürzlich von der WHO die neueste Notfallzulassung erhalten hat.

Eine weitere Änderung ist die Absenkung des Inzidenzwertes für zu Reisen zugelassene Länder. Bisher lag diese bei 25 pro 100.000 auf 7 Tage, nun soll sie auf 75 angehoben werden. Welche Länder letzten Endes wieder für Tourismus zugelassen werden, steht noch nicht fest.

Ein hoch gehandelter Kandidat ist jedoch die USA. Erst gestern hatte die Lufthansa eine Öffnungsperspektive für USA-Reisen gefordert, was ein Beleg für die große Nachfrage für USA-Reisen ist. US-Touristen sind zudem auch wichtig für die europäische Tourismuswirtschaft. Mit Großbritannien gibt es bereits konkrete Abkommen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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