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ETC: Reisebereitschaft unter Europäern steigt

| von Michael Sprick

Der neueste Bericht der Europäischen Reisekommission stellt einen deutlichen Anstieg der Reisebereitschaft unter Europäern fest.


ETC: Reisebereitschaft unter Europäern steigt

Trotz anhaltender Maßnahmen und  Reisesperren sind Europäer zunehmend an Reisen interessiert. Besonders im zweiten Quartal 2021, wenn die eigentliche Reisesaison wieder beginnt. Das geht aus dem neuesten Bericht der European Travel Commission (ETC) hervor. Der Bericht bezieht sich auf Daten aus dem vergangenen Dezember.

Reisebereitschaft steigt

Im Vergleich zum November ist der Anteil der Befragten um 20% gestiegen, die schon im Frühjahr verreisen will. Ein starker Anstieg in der Reisebereitschaft für die nächsten Monate. Dagegen ist die Reisebereitschaft für die nächsten sechs Monate nur um 3% gestiegen. Hier sind nun 52% statt zuvor 49% der Europäer bereit, zu verreisen. Für die nächste Zeit Januar/Februar ist die Bereitschaft hingegen nur bei 12%. Für die Flugbranche sind dies gute Nachrichten. Auch die Haltung gegenüber dem Fliegen hat sich leicht verbessert.

Die Bereitschaft mit dem Flugzeug zu reisen, ist leicht gestiegen. 52% würden einen Flug in Betracht ziehen im Vergleich zu 49% im September. Zuvor war noch ein Fünftel aller Befragten der Meinung, dass Fliegen das größte Gesundheitsrisiko für sie darstellt. Diese Zahl ist im Dezember auf 17% gesunken. Eine Bedeutung dürften hier die Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen spielen.

Corona bereitet Sorgen, aber beeinträchtigt Reisebereitschaft weniger als zuvor

Der weitaus größte Teil der Befragten (67%) gab an, dass sie sich bei Maßnahmen am Urlaubsort (Tragen von Masken, soziale Distanz, etc.) sicher und entspannt genug fühlt, um den Urlaub zu genießen. Dagegen gaben 22% an, dass solche Beschränkungen das Urlaubserlebnis verderben. Für die restlichen 11% machen die Maßnahmen keinen Unterschied.

Dennoch sind Ernstfälle große Sorgen für Europäer im Urlaub. 15% gaben an,dass eine Quarantäne am Urlaubsort für sie die größte Sorge wäre. Für 14% sind es dagegen, steigende Corona-Infektionen an einem Urlaubsort. Für weitere 14% wäre es dagegen, selbst im Urlaub zu erkranken (nicht auf Covid-19 beschränkt).

Bei den Reisezielen hat es ebenfalls einen Trendwechsel gegeben. Beliebtestes Reiseziel sind nun innereuropäische Ziele. 40% der Befragten gaben an, im europäischen Ausland Urlaub zu machen. Zuvor im November war die größte Gruppe noch die der inländischen Urlauber mit 43%. Dieser Wert ist nun auf 36% gesunken. Die restlichen 24% entfallen demnach auf Urlaubsziele außerhalb von Europa.

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Michael Sprick
Autor: Michael Sprick

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.