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COVID-19

EU-Impfpass spätestens zum 1. Juni bereit

| von Michael Sprick

Die Europäische Kommission hat erste Details des neuen EU-weiten Impfpasses bekannt gegeben. Spätestens zum 1. Juni soll er bereit stehen.


EU Impfpass spätestens zum 1. Juni bereit

Die Europäische Kommission hat den Start-Termin für den Impfpass bekannt gegeben. Er soll Geimpften die Möglichkeit geben, sich international ausweisen zu können und Privilegien in Anspruch zu nehmen.

Entwicklung für EU-Verhältnisse schnell

Das Dokument soll spätestens zum 1. Juni fertig erstellt sein. Offiziell nennt die Europäische Komission den Impfpass den „digitalen grünen Impfpass“. Es handelt sich bei dem Impfpass nicht nur um einen Impf-Nachweis. Der Pass soll auch nachweisen, dass eine Person eine Covid-19-Impfung oder ein negatives Testergebnis erhalten hat. Auch die Genesenen deckt der Pass ab.

Nach der Ausstellung wird das Zertifikat kostenlos in digitalem oder auch im Papierformat erhältlich sein. Damit auch das Papierdokument immer auf dem neuesten Stand ist, wird es einen QR-Code enthalten. Das gewährleiste auch die Sicherheit und Echtheit der Zertifikate. Zudem lässt sich der QR-Code per Scan schnell überprüfen.

Zu der Entwicklung des EU-Impfpasses gehört nicht nur die bloße Erstellung des Zertifikats, sondern auch die Schaffung der Infrastruktur für das Zertifikat. Die Europäische Kommission wird voraussichtlich ein Gateway aufbauen, um sicherzustellen, dass alle Zertifikate EU-weit verifiziert werden können, und die Mitgliedsstaaten bei der technischen Umsetzung der Zertifikate unterstützen.

Impfpass soll „in keiner Weise diskriminierend“ sein

Der Kommissar für Justiz, Didier Reynders, sagte: „Mit dem digitalen grünen Schein verfolgen wir einen europäischen Ansatz, um sicherzustellen, dass EU-Bürger und ihre Familienangehörigen in diesem Sommer sicher und mit minimalen Einschränkungen reisen können.“

Mit Hinblick auf Kritik, dass die Einführung die Gesellschaft in Geimpfte und Nicht-Geimpfte spalte, äußerte Reynders Folgendes:

„Das digitale grüne Zertifikat wird keine Vorbedingung für die Freizügigkeit sein, und es wird in keiner Weise diskriminierend sein.

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Allerdings sieht das der Datenschutz-Experte und EU-Abgeordnete der Piratenpartei, Patrick Breyer, anders:

„Die Verordnung lässt es zu, dass die Reisefreiheit an eine Impfung gekoppelt und negative Tests nicht als Alternative akzeptiert werden, was zu Diskriminierung zu führen droht. Hier muss nachgebessert werden. Immerhin begrüße ich, dass die Aufbewahrung der medizinischen Informationen nach Vorzeigen des Zertifikats ausgeschlossen wird.“

Auch in Sachen Datenschutz gäbe es laut Breyer noch schwere Mängel.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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