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Ganz Spanien und Lissabon keine Hochrisikogebiete mehr

| von Michael Sprick

Das Robert-Koch-Institut hat ganz Spanien sowie Portugal von der Liste der Hochrisikogebiete entfernt. Damit sind viele beliebte Urlaubsziele der iberischen Halbinsel wieder ohne Quarantäne bei Rückkehr bereisbar.


Ganz Spanien und Lissabon keine Hochrisikogebiete mehr
Küste in Palarfrugell, Katalonien. Bildnachweis: Unsplash / Susan Flynn

Das neueste Update des Robert-Koch-Institutes (RKI) hat Spanien sowie Lissabon von der Liste der Hochrisikogebiete genommen. Damit ist fast die gesamte iberische Halbinsel kein Hochrisikogebiet mehr. Die einzige Ausnahme ist hierbei die Algarve in Portugal.

Inzidenz in Spanien

Insgesamt liegt die 7-Tage-Inzidenz in Spanien derzeit bei 137,6. In vielen Regionen liegt sie jedoch noch deutlich niedriger. Das ist vor allem in den Regionen der Fall, die den Status der Hochrisikowarnung schon vergangene Woche verloren haben. Hier liegen die in Spanien üblicherweise verwendeten 14-Tage-Inzidenzen bei 110,2 (Asturien) bis 217,6 (Katalonien). Das sind Asturien, die Kanaren, Valencia und Katalonien. Also auch in Regionen, in denen viele beliebte Urlaubsziele liegen.

Aber natürlich gibt es auch Ausreißer nach oben. Das sind Extremadura, Ceuta, Melilla und La Rioja. Hier sind die Inzidenzen eigentlich noch bedenklich. In Melilla beträgt die 14-Tage-Inzidenz 440, in Ceuta 488 und in Extremadura 488,5. Grenzwertig sind die Werte auch im Baskenland (346), La Rioja (349) und den beliebtesten Urlaubsinseln der Deutschen, den Balearen (335). Anscheinend sind aber auch die Krankenhausauslastungen in diesen Regionen in Ordnung. Das ist zumindest auf den Balearen der Fall, wo die Covid-Patienten zuletzt zumindest leicht rückläufig waren.

Inzidenz in Portugal

In Portugal ist die Spanne zwischen hohen Inzidenzen und niedrigen Inzidenzen deutlich höher als in Spanien. Hier liegen die 14-Tage-Inzidenzen in einigen Regionen über 1000. Das sind zum Beispiel Beja (1002), Albufeira (1047), und Ribeira de Pena (1219). In weiteren Regionen sind die Inzidenzen sogar noch weitaus höher, so zum Beispiel in Boticas mit 1441 und der höchsten Inzidenz von 1838 in Marvao. Nicht alle dieser Regionen liegen in der Algarve und sind somit nicht als Hochrisikogebiet gekennzeichnet.

In vielen anderen Regionen ist die Inzidenz dagegen aber auch ausgesprochen niedrig. Vor allem Im Zentrum des Landes wie in Coruche (81), Chamusca (55) und Serta (21). Zudem hat Portugal aufgrund der positiven Entwicklung bei der Impfkampagne die zweite Lockerungsphase eingeführt, womit Kapazitäts-,Versammlungsbeschränkungen und weitere Maßnahmen angehoben wurden.

Die dritte und letzte Phase der Lockerung ist geplant, wenn die 85 %-Marke bei den Erstimpfungen erreicht ist. Die Diskotheken können dann wieder öffnen und sind gegen Vorlage eines Impf- oder Genesungsnachweis oder eines negativen Tests zugänglich.

Einreiseregelungen für Rückkehrer

Mit dem Wegfall des Hochrisikostatus müssen sich Einreisende nach Deutschland nicht mehr vor ihrer Reise anmelden. Dennoch gilt für sie auch die Nachweispflicht ab 12 Jahren. Das bedeutet, dass Einreisende gegenüber Behörden und dem jeweiligen Beförderer Impfung, Genesung oder einen Test vorlegen müssen.

Der Test darf beim Antigen-Test maximal 48 Stunden alt sein. Der PCR-Test ist mit 72 Stunden etwas länger gültig. Die Quarantänepflicht fällt komplett weg.

Spanien erklärt Deutschland zum Risikogebiet

Andersherum hat vergangene Woche die spanische Regierung ganz Deutschland zum Risikogebiet erklärt. Zuvor waren nur die fünf Bundesländer Berlin, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein sowie zuvor schon Hamburg Risikogebiete aus spanischer Sicht.

Damit greifen wieder Einreisebeschränkungen, von denen die Deutschen bislang befreit waren. Einreisende müssen aus Deutschland wieder im Portal Spain Travel Health ihre Reise anmelden. Zudem fallen wieder Nachweise im Sinne der 3-G-Regel vor Einreisen aus Deutschland an.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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