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GB schafft Konzept der “Reisekorridore” temporär ab

| von Michael Sprick

Die sicheren Reisekorridore in Großbritannien werden abgeschafft - aus Sorge vor neuen Coronavirus-Varianten.


GB schafft Konzept der “Reisekorridore” temporär ab

Seit vergangenen Sommer gibt es in Großbritannien eine Liste an sicheren Ländern, zu denen sogenannte “Reisekorridore” bestehen. Diese erlauben es Reisenden in sichere Gebiete reisen zu können, ohne einer Test- oder Quarantäne-Pflicht zu unterstehen.

Nun schafft die Regierung Großbritanniens die Reisekorridore relativ kurzfristig ab. Schon am kommenden Montag, den 18. Januar, gelten die bisher gültigen Regelungen für die Korridore nicht mehr. Ab Montag gilt daher eine allgemeine Test- und Quarantäne-Pflicht für alle Einreisenden.

Vor Einreise müssen Passagiere daher einen negativen Test vorweisen können, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Unabhängig vom negativen Ergebnis schützt der Test nicht vor der Quarantäne-Pflicht.

Laut Premierminister Boris Johnson soll die Schließung der Korridore vor dem Risiko schützen, dass “von neuen noch nicht identifizierten Coronavirus-Strängen” ausgeht. Mindestens bis zum 15. Februar sollen die neuen Regelungen noch anhalten.

Erst gestern am 15. Januar hat die britische Regierung aus dem gleichen Grund auch eine Einreisesperre für Südamerika und Portugal eingeführt. Auch in Brasilien bereitet eine neu identifizierte Coronavirus-Variante Sorgen, dass sich die Pandemie noch verschlimmern könnte.

Um die neuen Maßnahmen durchzusetzen, stattet die Regierung auch die entsprechenden Kontrollbehörden mit stärkeren Besetzungen aus.

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Die Regierung Großbritanniens hat die Reisekorridore im Sommer eingeführt für Länder, die eine deutlich geringere Anzahl an Infektionen aufweisen als Großbritannien. Für die Reisekorridore bestand keine Test- und Quarantäne-Pflicht.

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Michael Sprick
Autor: Michael Sprick

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.