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Großbritannien kündigt Fahrplan aus dem Lockdown an

| von Michael Sprick

Premierminister Großbritanniens, Boris Johnson, kündigte an, dass bis zum 21. Juni fast alle Beschränkungen aufgehoben werden könnten.


Großbritannien kündigt Fahrplan aus dem Lockdown an

Mit den Worten England befinde sich auf einer  „Einbahnstraße zur Freiheit“ verkündete Boris Johnson seinen Öffnungsplan für Großbritannien. Der Plan sieht es vor, das Land in vier Schritten wieder zu öffnen und von vielen Restriktionen zu befreien. Das gab Johnson auf einer Pressekonferenz in der Downing Street bekannt, wie Reuters meldete.

Vier-Stufen-Plan soll ein „erbärmliches Jahr“ beenden

Der Vier-Stufen-Plan würde bedeuten, dass ein „erbärmliches Jahr“ einem „Frühling und einem Sommer weichen kann, die ganz anders und unvergleichlich besser sein werden“. Er sagte, dass die Einführung der Covid-19-Impfungen „die Chancen zu unseren Gunsten verschoben“ habe. Das ermögliche eine allmähliche Wiedereröffnung der Gesellschaft.

„Das Ende ist wirklich in Sicht“, fügte er hinzu, mit Hinblick auf die erste Aufhebung der Beschränkungen. Die Schulen sollen am 8. März wieder geöffnet werden. Johnson machte deutlich, dass dieser Termin feststeht, der restliche Plan kann aber möglichen Änderungen und Anpassungen unterworfen sein.

Öffnungen werden ab März bis Mitte Juni durchgeführt

Die Anordnung, zu Hause zu bleiben, wird am 29. März aufgehoben. Die Außengastronomie einschließlich der Pubs könnte bereits am 12. April wieder öffnen, die Innengastronomie frühestens am 17. Mai. Nachtclubs könnten nach Johnsons Plan am 21. Juni wieder öffnen, nachdem sie seit der ersten Abriegelung im März 2020 geschlossen waren. 

Selbständige Ferien innerhalb Großbritanniens könnten bereits ab dem 12. April wieder erlaubt sein, ebenso wie Indoor-Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios, sowie Friseure und nicht lebensnotwendige Einzelhandelsgeschäfte.

Johnson schlug vor, dass die Wiedereröffnung einiger Bereiche der Gesellschaft, wie z.B. Veranstaltungen mit Eintrittskontrollen durch Impfpässe wieder ermöglicht werden könnten. Er fügte jedoch hinzu, dass es dabei auch ethische Fragen zu berücksichtigen gäbe: “Fragen zur Diskriminierung und inwieweit die Regierung eine solche Zertifizierung erzwingen könne“.

Plan führt nicht zu einer Null-Covid-Welt

Die vier Stufen bei der Öffnung sind dabei als “Tests” zu verstehen, die die Möglichkeit zur Rückkehr in den Normalzustand ermöglichen sollen.

Er fügte aber auch hinzu: „Wir können der Tatsache nicht entkommen, dass die Aufhebung der Sperrung zu mehr Fällen, mehr Krankenhausaufenthalten und leider auch mehr Todesfällen führen wird. Es gebe „keinen glaubwürdigen Weg zu einem Null-Covid-Großbritannien oder gar einer Null-Covid-Welt.“

Berücksichtigt werden dabei der Erfolg der Impfstoffeinführung, die Wirksamkeit der Impfstoffe, die Auswirkungen der Infektionsraten auf die Belastung der Krankenhäuser und ob das Auftreten neuer Varianten das Risiko erhöht.

Der Chief Medical Officer Chris Whitty schloss sich der Meinung des Premierministers an und sagte, dass das Virus „wahrscheinlich ein Problem sein wird, insbesondere im Winter für die nächsten paar Winter“.

„Ich fürchte, wir können nicht ausschließen, dass wir auf lokaler oder regionaler Ebene wieder Restriktionen verhängen, wenn Beweise dafür vorliegen, dass sie notwendig sind, um eine neue Variante, die den Impfstoffen entgeht, einzudämmen oder zu unterdrücken.“

Autor: Michael Sprick

Michael Sprick ist Blogger und Journalist und schreibt für Reiseuhu News, die für Urlauber und Reisende relevant sind.