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Gutachten des Verkehrsministeriums hält 3G-Regel für Züge für „praktisch nicht umsetzbar“

| von Michael Sprick

Laut einem Gutachten aus dem Verkehrsministerium soll die 3G-Regel für Züge "praktisch" nicht umsetzbar" sein


Gutachten des Verkehrsministeriums hält 3G Regel für "praktisch nicht umsetzbar"
ICE am Frankfurter HBF. Bildnachweis: Unsplash / Markus Winkler

Die 3G-Regel dürfte in der Politik vorzeitig vor dem Aus stehen, wie die Bild am Sonntag berichtet. Erst seit vergangener Woche beschäftigt die neue, mögliche Maßnahme Politik und Medien, da Kanzlerin Angela Merkel die Maßnahme offenbar umsetzen will. Grund hierfür sind die zuletzt wieder stark steigenden Infektionszahlen in vielen Teilen Deutschlands, wie Bundesregierungssprecher Steffen Seibert bestätigte

3G-Regel soll für Züge nicht umsetzbar sein

Würde die 3G-Regel tatsächlich durchgesetzt, müssten Passagiere mindestens im Fernverkehr sowie beim inländischen Flugverkehr Impf- oder Genesungsnachweis oder einen negativen Test vorweisen. Für den Nahverkehr käme die 3G-Regel offenbar jedoch ohnehin nicht in Betracht.

Nun soll die Ausweitung der 3-G-Regel aber vorzeitig vor dem Aus stehen. Die Bild am Sonntag berichtete, dass ein Prüfverfahren des Verkehrsministers Andreas Scheuer zu dem Schluss gekommen sei, dass die 3G-Ausweitung zumindest für Züge nicht infrage komme. Das sei „praktisch nicht umsetzbar“.

Regelung bräuchte auch bei punktueller Kontrolle Einbindung von zusätzlichem Personal oder der Bundespolizei

Die Bild führt die Gründe hierfür näher aus:

„Fahrgäste werden nicht beim Einstieg kontrolliert und müssen sich (…) nirgendwo registrieren bzw. einen festen Sitzplatz reservieren. Eine Kontrolle beim Einstieg ist aufgrund der kurzen Haltezeiten ausgeschlossen. Auch während der Fahrt findet bereits heute weder im Fern- noch im Nahverkehr eine vollständige Kontrolle von Tickets statt.“

Würde das Bahnpersonal dagegen nur punktuell die 3-G-Regel überprüfen, so wie sie es auch bei der Ticketkontrolle macht, bräuchte sie dennoch die Unterstützung der Bundespolizei oder zumindest von zusätzlichem Sicherheitspersonal. Arbeitnehmervertreter der Bahn sollen zudem den Unwillen der Belegschaft zum Ausdruck gebracht haben, zusätzliche Kontrollen übernehmen zu müssen.

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Ob die 3G-Regel allerdings nun bei Inlandsflügen kommen soll, ging aus dem Bericht der Bild am Sonntag nicht hervor.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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