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Gutschein statt Geld zurück – Ryanair und easyJet müssen in Italien Millionen-Strafen zahlen

| von Michael Sprick

Das italienische Kartellamt hat die Fluggesellschaften Ryanair und easyJet wegen "unlauterer Geschäftspraktiken" mit Strafen in Millionenhöhe belegt.


Gutschein statt Geld zurück Ryanair und easyJet müssen in Italien Millionen Strafen zahlen

Die italienische Kartellbehörde hat Ryanair und easyJet zu Geldstrafen verurteilt, wie Il Giornale di Vicenza berichtet. Die beiden Airlines haben Gutscheine ausgestellt statt Passagiere für annullierte Flüge zu entschädigen.

Das Kartellamt hat Ryanair zu einer Geldstrafe von 4,2 Millionen Euro und easyJet zu 2,8 Millionen Euro verurteilt. Das Urteil hat ebenso die spanische Discount-Fluggesellschaft Volotea getroffen. Diese muss nun 1,4 Millionen Euro Strafe zahlen.

Grund für die Strafe sind „unlautere Geschäftspraktiken“, so die Behörde. Doch sowohl Ryanair als auch easyJet haben bereits bekannt gegeben, dass sie gegen die Entscheidung Berufung einlegen.

Sie sagte, dass die drei Fluggesellschaften „ein schwer unangemessenes Verhalten“ an den Tag legten, indem sie weiterhin Gutscheine ausstellten, ohne das für die stornierten Tickets gezahlte Geld zurückzuerstatten.

Auch darüber hinaus soll es Geschäftspraktiken gegeben haben, in denen die Fluggesellschaften die Auszahlung von Geldbeträgen oder sogar von Gutscheinen verhindert haben sollen. Es sei auch zu Falschinformation über die Rechte der Kunden gekommen. Bei Ryanair soll es auch einen Fall von Kundentäuschung gegeben haben. Die Airline hätte mit kostenlosen Umbuchungen geworben, bei der Umbuchung hätte sich aber der Preis für die neuen Flüge erhöhte.

Ein Ryanair-Sprecher sagte, die Fluggesellschaft habe Anwälte beauftragt, gegen diese Entscheidung Berufung einzulegen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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