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Hawaii verbietet das Schwimmen mit Delfinen

| von Michael Sprick

Hawaii verbietet das Schwimmen mit Delfinen. Ab Ende Oktober wird damit die beliebte touristische Aktivität auf der pazifischen Insel nicht mehr ausführbar sein.


Hawaii verbietet das Schwimmen mit Delfinen
Spinnerdelfine vor Hawaii. Bildnachweis: Unsplash / Anna Hill

Die US-Behörden haben am Dienstag das Schwimmen mit den Spinnerdelfinen auf Hawaii verboten, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Die Maßnahme soll die nachtaktiven Tiere vor Menschen schützen, die die Nähe zu den kontaktfreudigen Tieren suchen.

Mit Delfinen schwimmen – eine beliebte Aktivität für Touristen

Das Schwimmen mit Delfinen ist eine beliebte Touristenaktivität auf Hawaii. Einige Unternehmen bieten Touren an, die Schwimmern die Möglichkeit geben, mit den Tieren ins Wasser zu gehen. Dazu gibt es besondere Gebiete, die die Delfine besonders bevorzugt aufsuchen. Allerdings sind dies für die Delfine wichtige Rückzugsgebiete, die sie als Ruheplätze aufsuchen und brauchen.

Rundkopfdelfine jagen nachts in küstennahen Gewässern. Tagsüber nutzen sie Küstengebiete mit optimalen Umweltbedingungen, um sich zu sozialisieren, ihre Jungen zu füttern, sich vor Raubtieren zu verstecken und sich auf die nächtliche Jagd vorzubereiten. In dieser wichtigen Ruhephase können Menschen die Delfine dabei erheblich stören und in den natürlichen Rhythmus der Tiere eingreifen.

Neues Verbot greift ab Ende Oktober

Das Gesetz der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) im Rahmen des Marine Mammal Protection Act verbietet dies in Zukunft. Ab dem 25. Oktober ist das Schwimmen mit einem Spinnerdelfin oder das Vorbeifahren in einem Abstand von 50 Fuß (etwas mehr als 15 Meter) zu einem Spinnerdelfin nicht mehr erlaubt. Das Verbot ist innerhalb von zwei Seemeilen vor der Küste der Hauptinseln von Hawaii gültig.

Die Vorschrift gilt auch für Schiffe, Kanus, Paddleboards, Drohnen oder andere Objekte. Typischerweise gilt für Boote und Schiffe ohnehin ein Verbot, ihren Motor laufen zu lassen, wenn gefährdete Tiere wie Delfine oder Wale in der Nähe sind. Die Rotorblätter können die Tiere nämlich lebensbedrohlich verletzen.

Die NOAA schlägt außerdem eine Verordnung vor, die den Zutritt zu bestimmten Gebieten zwischen 6 und 15 Uhr in Teilen von Big Island und Maui verbietet. Diese gelten als essenzielle Tageslebensräume für Rundkopfdelfine.

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Die Spinnerdelphine von Hawaii haben ihren Namen von ihrer Angewohnheit, in die Luft zu springen und sich dabei zu drehen. Einige Wissenschaftler sagen, dass dieses Verhalten nicht immer spielerisch ist, sondern auch ein Versuch sein kann, andere vor Gefahr zu warnen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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