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IHK: Gastgewerbe ist „Schlusslicht in Digitalisierung“

| von Michael Sprick

Das Gastgewerbe bleibt Schlusslicht in Sachen Digitalisierung, so stellt die die neueste Studie zum Thema von der IHK fest.


IHK: Gastgewerbe ist Schlusslicht in Digitalisierung

Die deutsche Industrie- und Handelskammer ist der Frage nach gegangen, wie digitalisiert die Branchen in Deutschland sind. Deshalb hat sie eine Umfrage zur Selbsteinschätzung gestartet, die Ergebnisse hat die IHK heute veröffentlicht. Dabei sollten sich Unternehmen in einem Schulnotensystem selbst bewerten.

Leichte Verbesserung im Vergleich zur letzten Umfrage

In dieser schnitten nicht ganz unüberraschend der Informations- und Kommunikationssektor (2,1) sowie die Finanzwirtschaft (2,6) am besten ab. Im Durchschnitt gaben sich die Branchen eine Note von 2,9. Dies stellt eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vergleichsjahr 2017 dar. Damals gaben sich die Unternehmen eine Note von 3,1. Jedoch stellt die IHK fest, dass ein “Digitalisierungssprung somit ausbleibt”.

Am schlechtesten schnitt in der Selbstbefragung das Gastgewerbe ab. Mit 3,4 schätzt sich die Branche damit noch einmal schlechter ein als Handel und Bau. Beide Branchen hatten sich eine 3,2 gegeben. Die IHK erklärt das schlechte Abschneiden des Gastgewerbes damit, dass das Geschäftsmodell nur bedingt oder gar nicht digitalisierbar sei.

Corona-Krise dürfte Veränderungen beschleunigt haben

Allerdings dürfte vor allem die Corona-Krise diese Ansicht herausfordern. In vielen Ländern gab es digitale Lösungen für die Namenslisten, in denen sich Gäste von Venues, Gaststätten, Bars und Restaurants im Sommer eintragen mussten. Im Zuge der Wiedereröffnung, die früher oder später passieren wird, dürfte es vermutlich einige Möglichkeiten mehr geben, digital zu buchen, bestellen und zu reservieren. So gaben auch „44 Prozent der Unternehmen die gestiegene Notwendigkeit durch Covid-19 als eines der Hauptgründe für die Digitalisierung in ihrem Unternehmen an.“

Grundlage der Auswertung sind laut IHK die Antworten von 3.476 Unternehmen aus acht verschiedenen Wirtschaftszweigen: Industrie (17 Prozent), Bauwirtschaft (5 Prozent), Handel (18 Prozent), Verkehr (5 Prozent), Gastgewerbe (6 Prozent), Information/Kommunikation (11 Prozent), Finanzwirtschaft (7 Prozent) und Sonstige Dienstleistungen (31 Prozent).

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Michael Sprick
Autor: Michael Sprick

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.