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COVID-19

Impfpass: EU-Länder sollen 9-monatiger Gültigkeitsdauer zustimmen

| von Michael Sprick

EU-Länder sollen sich einem Reuters-Bericht zufolge schon bald darauf einigen, die Gültigkeit von Impfzertifikaten auf 9 Monate zu beschränken.


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Impfung gegen Covid-19. Bildquelle: Unsplash

Laut einem Bericht von Reuters werden sich die Länder der Europäischen Union voraussichtlich darauf einigen, die Gültigkeitsdauer von Impfpässen für Reisen auf neun Monate zu begrenzen. Dies sollen zwei Insider-Quellen aus der EU gegenüber Reuters geäußert haben.

Gültigkeit von Impfzertifikaten könnte EU-weit auf 9 Monate begrenzt werden

Die EU-Exekutivkommission schlug im November eine neunmonatige Gültigkeitsdauer für Covid-Zertifikate nach Abschluss der ersten Impfdosen vor. In diesem Fall müssten EU-Bürger, die im nächsten Sommer frei durch die EU reisen wollen, eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Ein EU-Beamter und ein EU-Diplomat sagten, man erwarte, dass die EU-Regierungen nach einer vorläufigen Einigung am Donnerstag bereits am Freitag einen Konsens über die Neun-Monats-Grenze erzielen würden. Eine weitere Quelle schätzte jedoch ein, dass sich die Gespräche noch bis in die nächste Woche ziehen werden.

Länder sind bisher eigene Wege gegangen

Ein dritter Diplomat sagte, die Neunmonatsgrenze werde allgemein befürwortet, aber einige Länder mit niedrigeren Impfquoten seien besorgt über die Auswirkungen, die dies auf den Reiseverkehr haben könnte. Die EU-Regierungen haben wiederholt erklärt, dass ein gemeinsames Vorgehen notwendig sei, um weitere Störungen in der Reisebranche zu vermeiden. Sie haben jedoch abweichende Regeln eingeführt.

Frankreich hat an dem Tag, an dem die Kommission neun Monate vorschlug, eine siebenmonatige Frist festgelegt. Die französische Regelung soll ab dem 15. Januar gelten, während die Kommission einen Beginn am 10. Januar vorgeschlagen hat. Ein Sprecher der französischen Botschaft bei der EU wollte sich gegenüber Reuters zu diesem Thema nicht äußern.

In Zypern soll die Bescheinigung sieben Monate lang gelten, während sie in Griechenland für ältere Menschen nach sechs Monaten auslaufen würde. EU-Beamte erklärten, beide Länder seien bereit, auf eine gemeinsame EU-Limitierung umzustellen.

Beschränkungen für Süden Afrikas stehen ebenfalls zur Debatte

EU-Gesundheitsexperten werden am Donnerstag auch über die Aufhebung der Reisebeschränkungen für die Länder des südlichen Afrikas diskutieren. Die Einführung der Verpflichtung eines negativen PCR-Tests für alle Einreisenden von außerhalb des Blocks steht ebenfalls zur Debatte. Die PCR-Test-Regelung könnte selbst für Einreisende gelten, wenn sie geimpft sind, sagte eine mit den Diskussionen vertraute Person gegenüber Reuters.

Die EU-Mitglieder Ende November darauf geeinigt, Reisebeschränkungen für sieben Länder des südlichen Afrikas zu verhängen, nachdem dort mehrere Fälle der Omikron-Variante aufgetreten waren, die als hoch ansteckend gilt.

Am Dienstag äußerten sich die EU-Gesundheitsminister zurückhaltend über die Aufhebung der Reisebeschränkungen, aber die Situation entwickelt sich schnell, da neue Erkenntnisse über Omikron vorliegen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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