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Indonesien plant ein 5-Jahres-Visum für Arbeit und Aufenthalt auf Bali

| von Michael Sprick

Indonesien plant Besuchern und Einwanderern ein 5-Jahres-Visum anzubieten. Dieses erlaubt es Ausländern auch auf Bali zu arbeiten.


Indonesien plant ein 5 Jahres Visum für Arbeit und Aufenthalt auf Bali

Indonesien plant ausländischen Besuchern bzw. Einwanderern des Landes die Möglichkeit zu geben, ein fünfjähriges Visum zu erwerben. Das gab der indonesische Tourismusminister Sandiaga Salahudin Anfang der Woche bekannt.

„Das Konzept ist ein Langzeitaufenthalts- und Zweitwohnsitz-Visum für eine Laufzeit von 5 Jahren. Sie leisten eine Gebühr von 2 Milliarden IRD (etwa 118.000 Euro) pro Person oder 2,5 Milliarden IRD (147.500 Euro) für die ganze Familie. Sie können hier investieren, Geschäfte machen, und ihre Visa werden alle 5 Jahre erneuert“, sagte Sandiaga.

Ziel des neuen Visum-Programms

Nach seiner offiziellen Aussage hat Sandiaga dieses Programm mit dem Minister für Justiz und Menschenrechte, Yasonna Laoly, abgesprochen. Das Programm zielt darauf ab, internationalen Touristen einen langfristigen Aufenthalt in Indonesien, insbesondere auf Bali, zu ermöglichen. Das Programm soll Geld in die öffentlichen Kassen spülen, denen die Einnahmen aus dem Tourismus momentan, durch die Pandemie bedingt, fehlt. 

Sandiaga plant damit, Geschäftsinhaber und Erwerbtstätige anzusprechen, die bereit sind, jährlich mindestens 3-4 Monate auf Bali zu bleiben. Ausländische Besucher können unter diesem Visum deshalb in Indonesien arbeiten. Es kann daher auch für Saisonarbeiter interessant sein oder für Leute, die dem kalten Winter in ihren Heimatländern entgehen möchten.

Neues Visum-System soll illegale Arbeiter und Digitale Nomaden reduzieren

„Dieses Programm könnte die Anzahl der illegalen ausländischen Arbeiter und digitalen Nomaden auf Bali reduzieren“, fügte Sandiaga hinzu. Für Freelancer und Freiberufler gilt Bali als ein Paradies. Für die Behörden auf Bali sind diese aber weniger erfreulich, da sie Steuern im Ausland zahlen und damit nur begrenzt zum Haushalt der Insel und Kommunen beitragen.

Das Tourismus-Ministerium arbeitet derzeit die Anforderungen und den rechtlichen Rahmen für das Programm aus. Sandiaga plant, es in Gebieten Indonesiens wie Bali, Batam, und Bintan umzusetzen.

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Michael Sprick
Autor: Michael Sprick

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.