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Irland lockert Corona-Maßnahmen im Oktober

| von Michael Sprick

Irland wird nach einer der erfolgreichsten Impfkampagnen in Europa im Oktober fast alle Pandemiebeschränkungen aufheben.


Irland lockert Corona Maßnahmen im Oktober
In Temple Bar, Dublin. Bildnachweis: Unsplash /Diogo Palhais

Irland plant, ab dem 22. Oktober fast alle Beschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie aufzuheben. Das geht aus einer Ankündigung der irischen Regierung hervor. Der Schritt soll erfolgen, nachdem das Land über 90 Prozent seiner erwachsenen Bevölkerung mindestens eine Dosis des COVID-19-Impfstoffs erhalten hat.

Lockerungen durch hohe Impfquote in der erwachsenen Bevölkerung

Die Kapazitätsbeschränkungen für Veranstaltungen im Innen- und Außenbereich sowie die Impfbescheinigung für den Zutritt zu Bars und Restaurants werden aufgehoben. Die einzigen Beschränkungen, die bestehen bleiben, sind die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und die Maskenpflicht in Geschäftsräumen.

Die Lockerung der Beschränkungen ist vor allem auf die Einführung der Impfung im Land zurückzuführen. Mit Stand vom 3. September hat die irische Regierung mitgeteilt, dass über 88 Prozent der Erwachsenen über 18 Jahren bereits vollständig geimpft sind, während fast 92 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Dosis erhalten haben.

„Dank der Bemühungen unserer Impfteams und der Tatsache, dass Sie sich getraut haben, den Impfstoff zu nehmen, als er angeboten wurde, treten wir jetzt in eine ganz neue Phase der Pandemie ein“, sagte Premierminister Micheal Martin in einer Ansprache Ende August.

Infektionszahlen stiegen zuletzt wieder an

Während die Impfquoten des Landes ein hohes Niveau erreicht haben, sind jedoch auch die positiven COVID-19-Zahlen wieder gestiegen. Dieser Negativ-Trend läuft seit Anfang Juli und erst seit vergangener Woche sind die Infektionszahlen wieder leicht abgesunken. Die 7-Tage-Inzidenz steht derzeit bei 139,9 und ist damit deutlich höher als in Deutschland.

Es ist unwahrscheinlich, dass die Fallzahlen mit der Wiedereröffnung des Landes weiterhin zurückgehen werden. Aber die Regierung geht von einer verringerten Wahrscheinlichkeit aus, dass Infektionen schwere Krankheitsverläufe hervorrufen, da viele der positiv getesteten Personen vollständig geimpft sein werden.

Es ist derzeit allerdings unklar, ob das Land die Reisebeschränkungen mit der Aufhebung der übrigen Beschränkungen aufheben wird.

Einreisebedingungen nach Irland

Personen, die in das Land reisen, müssen ein Passenger Locator Formular ausfüllen und einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder eine kürzlich erfolgte Genesung von COVID-19 erbringen. Für Nicht-Geimpfte wird stattdessen ein Test fällig. Alle Nachweise sollten mit dem digitalen Covid-19-Zertifikat der EU erbracht werden.

Das Passenger Locator Form ist ausschließlich online auszfüllen, ein handschriftliches Formular gibt es nicht. Das Formular fragt persönliche Daten, Kontaktdaten (Handynummer, E-Mail-Adresse) und Aufenthaltsort ab. Auch der Status im Sinne der 3G-Regel wird bereits hier abgefragt.

Zwei Regionen des Landes sind noch Hochrisikogebiete

Aus deutscher Sicht gelten noch zwei Regionen des Landes als Hochrisikogebiete. Nämlich die Regionen Border und West, die beide im Nordwesten des Landes liegen. Für Rückkehrer gelten damit verschärfte Bedingungen bei der Einreise aus diesen Regionen.

Die Nachweispflicht (3G-Regel) gilt für die Einreise mittlerweile grundsätzlich. Aus Hochrisikogebieten muss jedoch zuvor eine Einreiseanmeldung erfolgen. Zudem fällt eine Quarantänepflicht von 10 Tagen an. Wobei sie für Kinder unter 12 Jahren nur 5 Tage dauert. Mit entsprechendem Nachweis (3G) bei den Behörden können auch Erwachsene die Quarantäne nach dem fünften Tag beenden.

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Neben Irland geht auch Schweden schon am 28. September einen ähnlichen Weg mit einer weitgehenden Abschaffung der Corona-Maßnahmen. Allerdings steht dort derzeit noch zur Debatte, ob nicht zumindest für große Veranstaltungen wie Fußballspiele eine 3G-Regelung eingeführt werden sollte.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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