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Israel schließt Flugverkehr, um Ausbreitung neuer Virus-Varianten zu verhindern

| von Michael Sprick

Israel blockt den Flugverkehr im Land. Trotz hoher Impfrate bereiten die neuen Coronavirus-Varianten Sorgen vor einer erneuten Verschlimmerung der Infektionszahlen.


Israel schließt den Flugverkehr, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen

Israels Flugverbot – gestern beschlossen und schon heute in Kraft

Israel hat am Sonntag (24. Januar) ein Ende aller Passagierflüge in und aus dem Land angeordnet. Der Flugverkehrsstopp beginnt heute, am 25. Januar und soll eine Woche andauern. Ziel ist es, die Ausbreitung neuer Coronavirus-Varianten zu verlangsamen. Dies geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung des Büros des Premierministers, des Gesundheitsministeriums und des Ministeriums für Verkehr und Straßensicherheit hervor.

Die Maßnahme wurde vom Kabinett des Premierministers Benjamin Netanyahu erlassen und enthält „ein Verbot für ankommende Flugzeuge nach Israel mit Ausnahme von Frachtflügen, Flügen zur Brandbekämpfung und Flügen für medizinische Notfallevakuierungen“, heißt es in der Mitteilung.

Israel hatte kurz zuvor Reisebedingungen mit Testpflicht wieder gelockert

Die Maßnahme enthält auch eine temporäre Aufhebung der Genehmigungen und Ausnahmen, die israelische Fluggesellschaften zuvor erhalten haben. Zwar können israelische Passagierflugzeuge weiterhin Ziele im Ausland ansteuern, aber der Verkehr ist stark eingeschränkt. Unter der neuen Regelung sind für Passagiere nur noch Flüge zu medizinischen Behandlungen, Gerichtsverfahren, oder die Beerdigung von nahen Verwandten erlaubt. 

Die strengen neuen Bestimmungen kommen weniger als zwei Tage, nachdem Israels Regierung beschlossen hatte, weitere Reisen in das Land zu erlauben. Allerdings nur unter Auflage, dass sie einen negativen PCR-Test, einen Impfnachweis oder Immunität durch bereits erfolgte Corona-Infektion vorweisen können. Israel verlangt auch eine strenge Isolierung für jeden, der in das Land einreist, ohne rechtzeitige Impfung, hieß es in der Mitteilung.

Sorge vor neuen Varianten – trotz weltweit höchster Impfrate

Israel ist das Land, das weltweit die schnellste Impf-Kampagne auf die Beine gestellt hat. Schon am Wochenende war die Impfquote bei fast 40%. Inzwischen bietet das Land auch Impfungen für Gruppen an, die nicht zu den Risikogruppen gehören. So wurden am Wochenende auch Jugendliche erstmals geimpft.

Trotz dieser hohen Impfrate wirft das Aufkommen von Coronavirus-Mutationen Sorgen bei der israelischen Regierung auf. Es ist derzeit noch nicht endgültig sicher, ob die bestehenden Impfmittel auch gegen die neuen Varianten schützen. Die derzeitige Quarantäne kann daher zunächst einmal als Vorsichtsmaßnahme gewertet werden. Es gab jedoch auch bereits Fälle mit einer  Virus-Variante in Israel.

Ein Reisender, der mit einer Mutation infiziert war, hatte vier weitere Menschen in Israel angesteckt. Zuvor hatte er sich in Los Angeles aufgehalten.

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Michael Sprick
Autor: Michael Sprick

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.