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Israel testet elektronische Armbänder als Alternative zur Hotel-Quarantäne

| von Michael Sprick

Israel testet derzeit elektronische Armbänder als Alternative zur Hotel-Quarantäne.


Israel testet elektronische Armbänder als Alternative zur Hotel Quarantäne

Israel erwägt eine neue Lösung zur Durchsetzung einer obligatorischen Quarantäne für Reisende, die aus dem Ausland einreisen. Am vergangenen Mittwoch startete der israelische Gesundheitsminister eine Testphase für elektronische Armbänder an einer Stichprobe von 100 Personen. Das meldete die Times of Israel.

Ziel ist es, „Corona-Hotels“ zu vermeiden, einen obligatorischen 10- bis 14-tägigen Aufenthalt für Reisende, die aus dem Ausland anreisen. Die israelischen Medien berichten stark kritisch über das Armband. Laut ihnen stelle es eine Überwachung von Bürgen dar. Für den Staat ist der Betrieb zudem kostspielig. Laut israelischer Presse kostet es ca. 150 Euro pro Tag und pro Person. Es kommt zudem auch als Alternative zu geringen Gefängnisstrafen zum Einsatz.

Die ersten Passagiere, die von dieser Sondermaßnahme betroffen sind, sind die Passagiere des Fluges Arkia 232 aus Frankfurt, der am heutigen Nachmittag den Flughafen Ben Gurion erreicht. Wenn ihre PCR-Tests negativ ausfallen, wird diesen Reisenden das elektronische Armband als Alternative zur Hotel-Quarantäne angeboten.

Das Armband, das als sehr leicht, ergonomisch und wasserdicht beschrieben wird, wird mit dem Smartphone verbunden. In einem mitgelieferten Aufkleber, befindet sich ein Gerät, das die Entfernung zum Armband misst. Die von der Quarantäne betroffenen müssen diesen Aufkleber an einer Wand in ihrer Unterkunft anbringen. Dabei identifiziert das Telefon mittels GPS die Adresse des Betroffenen. Solange sich das Armband nahe genug am Aufkleber befindet, löst es keinen Alarm imSystem aus.

SuperCom, das Start-up-Unternehmen, das das System entwickelt hat, weist darauf hin, dass das Armband selbst keine GPS-Technologie hat, sodass kein Tracking stattfindet. Lediglich ihre Entfernung vom Ausgangsradius wird aufgezeichnet.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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