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Israel verschiebt Öffnungsdatum für geimpfte Touristen

| von Michael Sprick

Israel verschiebt seinen Plan, geimpfte Touristen ins Land einreisen zu lassen erneut. Ein neues Öffnungsdatum steht bisher noch nicht fest.


Israel verschiebt Öffnungsdatum für geimpfte Touristen

Israel hat seinen Plan, geimpfte Touristen ins Land einreisen zu lassen, erneut verschoben, wie The Jerusalem Post schreibt. Zuvor galt der 1. August als Öffnungsdatum für geimpfte Touristen. Das Innenministerium machte keine Angaben, wann die Öffnung stattdessen möglich sein wird.

Inzidenz steigt wieder – nachdem sie zuvor gen null gesunken war

Anfang Juni sank die 7-Tage-Inzidenz auf einen Wert von unter 1. Die Regierung Israels schaffte daraufhin einen Großteil der Corona-Maßnahmen ab und ließ auch organisierte Reisegruppen von geimpften Touristen wieder ins Land. Für einzelne Reisende war das Land jedoch bisher geschlossen.

Seit Mitte Juni beginnt die Inzidenz in Israel jedoch wieder stark zu steigen. Ein exponentieller Anstieg der Infektionszahlen zeichnet sich zwar noch nicht ab, aber die Inzidenz liegt wieder bei einem Wert von 90. Das liegt über dem Wert von 50, ab dem viele deutsche Behörden wieder strengere Maßnahmen gelten lassen.

Der neue Premierminister wies auch darauf hin, dass die Impfung von Pfizer nicht so effektiv gegen die in Israel nun vorherrschende Delta-Variante sei. Das Land erforscht derzeit noch, was den Abfall bei der Effektivität verursacht.

Regierung will härter gegen Verstöße der Quarantänepflicht vorgehen

Die Regierung unter Premierminister Bennett plant nun zudem deutlich strenger gegen Verstöße der Quarantänepflicht vorzugehen.

„Unser Ziel ist es, vernünftige Richtlinien zu etablieren, neben einer aggressiven und effektiven Durchsetzung gegen Zuwiderhandelnde“, sagte Bennett. „Jeder, der gegen die Richtlinien verstößt, gefährdet seine Gesundheit und die der übrigen Bürger Israels. Das werden wir nicht zulassen. Die Delta-Variante breitet sich auf der ganzen Welt aus; die Umsetzung der Vorschriften vor Ort ist ein entscheidendes Element im Kampf gegen die Pandemie, um die Mutation zu besiegen.“

Darüber hinaus wies Bennett das Ministerium und den Generalstaatsanwalt an, den rechtlichen Aspekt des Einsatzes technologischer Hilfsmittel zur Überwachung der in Quarantäne befindlichen Personen zu regeln, einschließlich der Möglichkeit für die Polizei, den Aufenthaltsort von Personen in der Isolation über ein SMS-System zu verifizieren.

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Für viel mehr Bereiche des öffentlichen Lebens wird es erforderlich sein, eine Impfung, Genesung oder einen negativen Test vorweisen zu können. Einen erneuten Lockdown soll es vorerst jedoch nicht geben.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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