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Italien lockert Restriktionen und öffnet einige Touristenorte wieder

| von Michael Sprick

Italien hat seine Einschränkungen wieder gelockert. Bars und Touristenattraktionen sind teilweise wieder zugänglich. Damit widerspricht Italien dem Trend in Europa.


Italien lockert Restriktionen und öffnet einige Touristenorte wieder

In Italien sind die Infektionszahlen stark gesunken. Es gibt nun keine Regionen mehr, die „rot“ – also mit hohem Infektionsrisiko klassifiziert sind. Die überwiegende Mehrheit der italienischen Regionen wird nun als „gelb“, d.h. als mäßiges Risiko eingestuft. Ausnahmen hiervon sind Südtirol, Umbrien und Apulien sowie die Inseln Sardinien und Sizilien. Diese haben die Einstufung „orange“ – also mittleres Risiko.

Bars und Restaurants haben eingeschränkt wieder geöffnet

Eine Verbesserung der Gesundheitssituation veranlasste das Land, die Beschränkungen am Montag zu lockern. Bars und Restaurants können Kunden bis 18:00 Uhr wieder an ihren Tischen empfangen. Allerdings nur in begrenzter Anzahl und unter Beachtung der Abstandsregeln. Auch Museen können wieder öffnen, allerdings nur unter der Woche, um Menschenansammlungen an Wochenenden zu vermeiden.

Seit Montag sind einige der wichtigsten Touristenattraktionen in Rom wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. So zum Beispiel das Kolosseum und die Vatikanischen Museen, darunter die Sixtinische Kapelle mit den berühmten Fresken von Michelangelo. Allerdings bleibt im ganzen Land eine Ausgangssperre von 22:00 Uhr bis 5:00 Uhr morgens in Kraft. 

Lockerung widerspricht dem Trend in Europa

Diese Lockerung widerspricht dem allgemeinen Trend in den europäischen Nachbarländern, die strengere Beschränkungen einführen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte am Donnerstag, dass es „zu früh“ sei, die Beschränkungen zu lockern, da die Verbreitung des Virus „noch sehr hoch“ sei.

An diesem Wochenende, noch bevor diese Lockerung in Kraft trat, strömten Tausende von Menschen auf die Straßen und in die Parks der Großstädte. „Die Einstufung in die gelbe Zone bedeutet nicht, dass wir der Gefahr entkommen sind, aber wir müssen trotzdem sehr vorsichtig sein, wenn wir die Fortschritte der letzten Wochen nicht zunichtemachen wollen“, warnte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

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Italien, das am stärksten von der ersten Welle des Coronavirus betroffene europäische Land, hat seit Beginn der Pandemie mehr als 88.000 Todesfälle zu verzeichnen, und die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone ist damit in die schlimmste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg gestürzt.

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Michael Sprick
Autor: Michael Sprick

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.