Reisenews » Italien löst Spanien als beliebtestes Reiseziel ab – Reiselust in Europa nach wie vor hoch

ETC

Italien löst Spanien als beliebtestes Reiseziel ab – Reiselust in Europa nach wie vor hoch

| von Michael Sprick

Fast 70 % aller Europäer planen laut der European Travel Commission bis Januar 2022 zu reisen. Dabei ist Italien zurzeit beliebter als Spanien.


Italien löst Spanien als beliebtestes Reiseziel ab Reiselust in Europa nach wie vor hoch
Neapel im Januar. Bildnachweis: Unsplash / Ivan Ermolaev

Das Vertrauen der europäischen Reisenden steigt weiter und erreicht trotz der kalten Jahreszeit einen ähnlich hohen Wert wie vor dem Sommer. Dies geht aus dem Report zur achten Welle der Umfrage der European Travel Commission (ETC) zu Inlands- und Intra-EU-Reisen hervor.

Reisebereitschaft auf höchstem Niveau seit Aufzeichnung in der Pandemie

Die im vergangenen Juli durchgeführte Umfrage zeigt, dass die Reiselust der Europäer den höchsten Anteil (72 %) seit Beginn dieser ETC-Untersuchung im September letzten Jahres erreicht hat. Fast 70 % der Menschen in Europa haben vor, zwischen Juli und Januar 2022 zu verreisen. Damit erreicht dieser Wert einen ähnlich hohen Prozentsatz wie bei der letzten Umfrage im Mai.

Der Report hebt aus den Ergebnissen der Umfrage hervor, dass die Impfung gegen COVID-19 weiterhin eine wesentliche Rolle für die Erholung der Reisebranche ist.

Impfungen stellen Vertrauen in Sicherheit von Reisen wieder her

Das Tempo der Impfungen hat dazu geführt, dass mehr als die Hälfte der Befragten (54 %) ihre Reiseplanung sehr viel optimistischer sieht. Nur 21 % sind für die nächsten sechs Monate etwas skeptisch. Ein wichtiges Detail in diesem Zusammenhang ist, dass jeder zweite Europäer plant, eine Reise zu buchen, sobald er geimpft ist.

Gleichzeitig erwartet mehr als die Hälfte (57 %), dass das digitale COVID-Zertifikat der EU ihre nächste Reise erleichtern wird. Während nur 18 % bezweifeln, dass es ihre Reiseerfahrungen erleichtern und vereinfachen wird.

Mit Blick auf die nächsten Monate planen mehr als 20 % der befragten Europäer, im Oktober oder November eine Reise zu unternehmen. Sie wollen dabei bevorugt Zeit an der Küste oder in der Natur verbringen.

Bevorzugte ausländische Reiseziele

Andererseits gibt mehr als die Hälfte der Befragten (53 %) an, kurzfristige Reisepläne in ein anderes europäisches Land zu haben. Wobei Italien an der Spitze steht (8,9 %), gefolgt von Spanien (8,1 %), Frankreich (8 %) und Griechenland (6,8 %).

Spanien verliert im Vergleich zur letzten Umfrage 29 % an Zustimmung und fällt auf den zweiten Platz der Präferenzen der Europäer zurück. Nachdem es im Mai noch an der Spitze lag, als es für 11,4 % der Befragten das bevorzugte Reiseziel war.

Reiselust der Deutschen besonders stark gestiegen ist

Was die Reisepläne der Deutschen betrifft, so stieg der Anteil derjenigen, die angeben, in den nächsten sechs Monaten eine Reise zu unternehmen, stark. Der Anstieg gehört zu den stärksten in Europa mit ganzen 9% von 63,5 % auf 72,5 %.

Bemerkenswert ist auch, dass der Anteil der Europäer, die Inlandsreisen bevorzugen, nach wie vor sehr hoch ist (35 %). Hier führen die Spanier den Trend mit fast 50 % an. Wwohingegen es in Deutschland immerhin fast ein Drittel (32,5 %) sind. Die Umfrage zeigt auch, dass Reisende in der Altersgruppe 54+ eher innerhalb ihres eigenen Landes reisen (44 %) als Reisende in der Altersgruppe 18-24 (27 %).

Eine weitere wichtige Tatsache ist, dass der Anteil der Reisenden, die ihre gesamte Reise in den letzten Monaten gebucht haben, im Vergleich zur letzten Erhebung um 31 % gestiegen ist. Für das ETC ist „ein klares Zeichen für das Vertrauen der Verbraucher und die Erholung des Tourismusangebots in Europa“ ist.

Sorgen bezüglich der Pandemie und Beschränkungen noch immer vorherrschend

Es gibt jedoch immer noch Bedenken, die eine kurzfristige Reiseplanung behindern. Achtzehn Prozent der Europäer fürchten Quarantänen; 16 Prozent sind besorgt über einen Anstieg der COVID-19-Fälle im Reiseland. Dagegen sind 15 Prozent besorgt über Änderungen der Beschränkungen während ihrer Reise (15 %).

Andererseits machen sich 17 % der Befragten aus gesundheitlichen Gründen Sorgen um Flugreisen und 15 % um den Transport am Zielort.

Der Bericht basiert auf Interviews mit 5 788 Personen in zehn europäischen Ländern. Aus Deutschland nahmen genau 750 Bürger an der Befragung teil.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

Erhalte jeden Tag alle Neuigkeiten: