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Italienisches Dekret verbietet Kreuzfahrtschiffe ab 1. August in Venedig

| von Michael Sprick

Ab dem 1. August dürfen Kreuzfahrtschiffe endgültig nicht mehr in Venedig anlaufen, wie ein Dekret der italienischen Regierung angeordnet hat


Italienisches Dekret verbietet Kreuzfahrtschiffe ab 1. August in Venedig

Die meisten Kreuzfahrtschiffe werden ab dem 1. August 2021 nicht mehr in die venezianische Lagune einfahren können, so ein Dekret der italienischen Regierung in dieser Woche. Die Reedereien suchen nach alternativen Anlegemöglichkeiten, damit die Gäste Venedig trotzdem besuchen können.

Diese Woche hat der italienische Ministerrat ein Dekret erlassen, das die meisten Kreuzfahrtschiffe aus den venezianischen Gewässern (Markusbecken und Giudecca-Kanal) verbannt und die venezianische Lagune mit Wirkung zum 1. August 2021 zum Nationaldenkmal erklärt

Alternative Anlegemöglichkeiten für Venedig-Hafenaufenthalte werden seit Jahren diskutiert. Derzeit prüfen Reedereien, die einen Venedig-Besuch planen, mögliche Anlegemöglichkeiten an anderen Orten. Zwischenzeitlich hat schon Marghera als solcher gedient. In Marghera befindet sich ein Frachthafen, der etwa 20 Minuten (mit der Bahn) vom Stadtrand Venedigs entfernt ist.

Die Maßnahme der Regierung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die 44. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees demnächst – als Teil ihrer größeren Agenda – den Status von Venedig als Weltkulturerbe diskutieren wird. Offenbar haben die Verantwortlichen befürchtet, dass die UNESCO Venedig den Status als Weltkulturerbestätte entziehen könnte. Zuvor hatten Umweltschützer jedoch schon jahrelang für ein solches Verbot gekämpft.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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