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Jamaika: Kampagne soll alle Beschäftigten im Tourismus impfen

| von Michael Sprick

Jamaika hat eine neue Kampagne für Impfungen im Tourismusbereich eingerichtet, die alle 170.000 Beschäftigten im Tourismusbereich auf der Insel impfen soll.


Jamaika: Kampagne soll alle Beschäftigten im Tourismus impfen
Am Strand auf Jamaika. Bildnachweis: Unsplash / Rock Staar

Jamaika hat eine neue Task Force für Impfungen im Tourismusbereich eingerichtet und damit eine ehrgeizige Kampagne zur Impfung aller 170.000 Beschäftigten im Tourismusbereich auf der Insel gestartet.

Kampagne soll insgesamt 170.000 Beschäftigte im Tourismus auf Jamaika impfen

Der jamaikanische Minister für Tourismus, Edmund Bartlett, leitet die Task Force. Bartlett hat eine Reihe von freiwilligen Impfungen an strategischen Standorten im ganzen Land organisiert. Die Initiative zielt darauf ab, den Zugang zu Impfungen für die Beschäftigten im Tourismus in Jamaika zu verbessern, einschließlich derjenigen, die in Hotels, Villen und Gästehäusern, Attraktionen, Flughäfen, Kreuzfahrthäfen, Kunsthandwerksmärkten sowie bei Betreibern von Bodentransportmitteln arbeiten.

Die Impfstoffe sind vor allem Spenden der US-Administration unter Präsident Joe Biden, wie die jamaikanische Regierung bekannt gab. Diese hatte im vergangenen August über 200.000 von insgesamt 600.000 Impfstoffe an Jamaika geliefert. Der jamaikanische Präsident versprach damit zunächst Schulkinder zu impfen. Jetzt folgt mit den Beschäftigten im Tourismus eine weitere wichtige Gruppe, die viel Kontakt ausgesetzt ist.

„Die Impfung von Tourismusmitarbeitern ist für den Schutz des jamaikanischen Tourismussektors von entscheidender Bedeutung, und die Task Force für Impfungen im Tourismus hat eifrig daran gearbeitet, unseren Mitarbeitern den Zugang zu Impfstoffen zu erleichtern“, sagte Bartlett. „Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass alle 170.000 Beschäftigten im Tourismussektor Jamaikas geimpft und vor den möglichen Folgen einer Infektion mit dem tödlichen COVID-19-Virus und seinen Varianten geschützt sind. Dieses inselweite Impfprogramm wird unsere Bemühungen um eine Erholung des Sektors und damit auch des Landes unterstützen.“

Impfzahlen liegen deutlich hinter dem europäischen Niveau

Insgesamt sind die Imfpquoten auf Jamaika noch niedrig. So sind lediglich 15,89 % der jamaikanischen Bevölkerung einmalig geimpft. 5,18 % haben die vollständige Impfung erhalten, wie aus corona-in-zahlen.de hervorgeht. Zum Vergleich liegen die deutschen Impfquoten nach heutigem Stand bei 66,51 % (Erstimpfungen) und 62,18 % (vollständige Impfungen).

Die Urlaubssaison hatte Jamaika weitestgehend gut überstanden, was die Infektionszahlen mit Sars-CoV-2 angeht. So sank Ende April die 7-Tage-Inzidenz erstmals unter den Wert 50 und erreichte Anfang Juli sogar einen Tiefpunkt bei einem Wert von 9,4. Erst seit Anfang August steigen die Zahlen wieder, womit sich die Entwicklung trotz der unterschiedlichen Impfzahlen der Entwicklung in Deutschland und Europa ähnelt.

Einreisebedingungen für Jamaika

Für die Einreise nach Jamaika ist ein Test erforderlich. Dabei erkennt das Land sowohl PCR als auch Schnelltests (LAMP/TMA) an. Die Tests dürfen bei der Einreise maximal 72 Stunden alt sein. Für den Aufenthalt im Land müssen Touristen besonders lizenzierte Unterkünfte buchen. Zudem müssen sie sich auch auf der offiziellen Seite der Tourismusbehörde registrieren.

Außerdem werden Touristen auch dazu angehalten, die nationale Covid-19-App des Landes zu benutzen. Die sogenannte JamCOVID-19 App ist sowohl für Android als auch für iOS verfügbar. Ähnlich wie die Corona Warn App in Deutschland dient sie der Kontaktverfolgung und der erleichterten Kontaktaufnahme der Behörden.

Einreisebedingungen bei Rückkehr aus Jamaika nach Deutschland

Das Robert-Koch-Insitut (RKI) führt Jamaika aufgrund der negativen Entwicklung der Infektionszahlen seit Anfang September wieder als Hochrisikogebiet auf. Damit verschärfen sich die Einreisebedingungen für Rückkehrer bei der Einreise nach Deutschland wieder.

Die Nachweispflicht (3G-Regel) gilt für die Einreise mittlerweile grundsätzlich. Aus Hochrisikogebieten muss jedoch zuvor eine Einreiseanmeldung erfolgen. Zudem fällt eine Quarantänepflicht von 10 Tagen an. Wobei sie für Kinder unter 12 Jahren nur 5 Tage dauert. Mit entsprechendem Nachweis (3G) bei den Behörden können auch Erwachsene die Quarantäne nach dem fünften Tag beenden.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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