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Japan senkt Quarantäne für Geschäftsreisende auf drei Tage

| von Michael Sprick

Geschäftsreisende sowie Studenten und Praktikanten können ab Montag mit einer verkürzten Quarantäne von 3 Tagen wieder nach Japan reisen.


Japan senkt Quarantäne für Geschäftsreisende auf drei Tage
Chureito Pagode in Fujiyoshida-Shi. Bildnachweis: Unsplash / Manuel Cosentino

Japan hat am Freitag offiziell die Quarantäneanforderungen für Geschäftsreisende gesenkt und erlaubt die Einreise von Personen, die zum Studium oder zur technischen Ausbildung kommen. Zuerst hatte Asia Nikkei darüber berichtet, inzwischen hat die Regierung den Schritt auch offiziell bestätigt, wie aus der New York Times hervorgeht.

Lockerungen für Geschäftsreisende mit Impfnachweis

Wenn diese Geschäftsreisenden vollständig mit Pfizer, Moderna oder AstraZeneca geimpft sind, müssen sie nur noch drei Nächte in Quarantäne bleiben. Die neuen Einreisebestimmungen gelten ab dem 8. November 2021, 10 Uhr.

Geschäftsreisende werden am dritten Tag getestet und können sich frei bewegen, wenn die Tests negativ ausfallen. Allerdings muss das Unternehmen die Aktivitäten der Reisenden, die es einlädt, in den ersten sieben Tagen überwachen. Diejenigen, die zu Studien- oder Ausbildungszwecken für einen längeren Zeitraum ins Land kommen, müssen zwei Wochen lang in Quarantäne bleiben.

Ungeimpfte oder mit nicht zugelassenen Impfstoffen geimpfte Neuankömmlinge müssen sich weiterhin einer 14-tägigen Quarantäne unterziehen, je nach Herkunftsland entweder in einer ausgewiesenen Einrichtung oder in einer Unterkunft ihrer Wahl.

Unternehmen sollen Aktivitäten ihrer Gäste beaufsichtigen

Die Quarantänezeiten werden verkürzt, sofern die Partner bzw. Arbeitgeber der Reisenden sicherstellen, dass sie die erforderlichen COVID-19-Maßnahmen ergreifen, berichtet Nikkei. Sollten neue Varianten in anderen Ländern auftauchen, wird die Regierung die Einreisebeschränkungen verschärfen, so der Bericht weiter.

Unternehmen, Organisationen und Schulen, die für diese Neueinreisenden verantwortlich sind, stehen in der Pflicht, ihre Aktivitäten zu beaufsichtigen. Wie diese Beaufsichtigung genau aussehen soll, scheint dabei noch nicht endgültig geklärt zu sein.

370.000 Personen warten darauf, nach Japan reisen zu können

Seit dem 1. Oktober konnten Berichten zufolge etwa 370.000 ausländische Staatsangehörige nicht nach Japan einreisen, davon etwa 70 % ausländische Studenten und Praktikanten.

Es ist unklar, wie die Dokumentationsanforderungen für Geschäftsreisende genau aussehen. Offenbar müssen diese ein Visum beantragen und dabei eine Einladung eines japanischen Unternehmens vorlegen. Ebenfalls unklar ist, wie die Unternehmen die Aktivitäten in der ersten Woche nach der Quarantäne überwachen sollen. Genauere Informationen erhalten Japan-Reisende und Interessierte durch die japanische Botschaft.

Mögliche nächste Lockerung für Gruppenreisende

Als Nächstes will die japanische Regierung überprüfen, ob sie Gruppenreisen wieder zulässt. Dieses Modell hatte auch Israel angewandt. Es sieht vor, dass geschlossene Gruppen im Land reisen können und dabei möglichst wenig Kontakt mit außenstehenden Personen haben.

Für dieses Modell mussten in Israel Personen geimpft sein. Da Japan noch strenger bei seinen Einreisebedingungen vorgeht, dürfte diese Bedingung sicher auch hier gelten. Bis zum Ende des Jahres soll feststehen, ob die Regierung die Einreisebedingungen dahingehend lockern wird.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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