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Kanada: Fluggesellschaften stranden Passagiere, die ohne Masken während Flug gefeiert haben

| von Michael Sprick

In Kanada sorgt eine eskalierte Flugzeug-Party für einen nationalen Eklat. Auf dem Weg nach Cancún warf eine Party-Reisegruppe alle Corona- und Sicherheitsmaßnahmen über Bord.


Kanada: Fluggesellschaften stranden Passagiere, die ohne Masken während Flug gefeiert haben
Strand von Cancún. Bildnachweis: Unsplash / Andres Medina

Eine Gruppe von Passagieren missachteten auf einem Flug der Sunwing Airlines nach Cancún, Mexiko die Covid-19-Regelung Masken zu tragen. Fluggesellschaften ließen viele der Passagiere ohne Heimreise zurück. Nun ermittelt man gegen die Passagiere aufgrund des Verstoßes der Luftfahrtvorschriften des Landes und der Covid-Bestimmungen. Der Vorfall erregte in Kanada dermaßen die Gemüter, dass sich inzwischen auch Kanadas Präsident Justin Trudeau zu dem Vorfall äußerte, wie die New York Times schreibt.

Silvesterfeier in Cancún

Die Reise war als Silvesterfeier in Cancún geplant. Sechs Übernachtungen, Partys mit offenen Bars und ein Tag zur Erkundung von Tulum. Die Reise begann mit einem privat gecharterten Flugzeug von Montreal. Während des Fluges hat ein DJ die Gäste unterhalten. Darunter befanden sich zudem eine Gruppe kanadischer Social-Media-Influencer, Reality-TV-Persönlichkeiten und weitere Passagiere.

Die Reise entwickelte sich zu einem Fiasko

Wie bei der Gruppe aus Promis und Influencern nicht anders zu erwarten war, gerieten Videos der Flugzeug-Fete an die Öffentlichkeit und auch an die Behörden. Die Fluggäste tanzten dabei unter anderem auf den Gängen, trugen keine Masken und reichten Alkoholflaschen umher. Das Flugpersonal soll mit der Situation völlig überfordert gewesen sein, doch machte wohl deutlich, dass sie das Verhalten nicht toleriere. Sunwing weigerte sich im Folgenden daher auch die Gruppe wieder zurück nach Hause zu fliegen.

Auch andere Fluggesellschaften schlossen sich dem an und haben die Gruppe nicht wieder zurück nach Montreal befördert. Den Passagieren, die gegen die kanadischen Covid-19-Beschränkungen verstoßen haben, droht jetzt außerdem eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Dollar.

Folgen für die Passagiere

Etwa 27 der 130 Passagiere des Fluges sind jedoch wieder in Kanada angekommen, so der Gesundheitsminister Jean-Yves Duclos. Alle Fluggäste sollen an der Grenze angehalten und befragt worden sein. Man kontrollierte auch die Covid-19-Tests, Impfnachweise und Quarantänepläne.

Ein Schlag ins Gesicht


Der private Club 111, der die Reise organisierte, arbeite laut dem Leiter James William Awad unermüdlich daran, alle so schnell wie möglich wieder sicher nach Hause zu bringen. Er verstehe zudem, warum viele Kanadier über die aktuelle Situation verärgert sind. Als jemand, der gerne Menschen zusammenbringt, hätte er sich verpflichtet, mit der Gruppe des 111 Privatclubs eine private und sichere Veranstaltung in Cancún durchzuführen.

Auch Trudeau äußerte sich

Premierminister Justin Trudeau bezeichnete das Verhalten im Flugzeug als Schlag ins Gesicht für Menschen, die sich an die Covid-19-Beschränkungen in Flugzeugen und zu Hause gehalten haben. Er wisse, wie hart die Menschen daran gearbeitet haben, sich zu schützen, ihre Familientreffen zur Weihnachtszeit einzuschränken, Masken zu tragen, sich impfen zu lassen und alles richtig zu machen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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