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Kanaren: “Boomender Markt” – Hotels erfinden sich neu und sind ausgebucht

| von Michael Sprick

Hotels auf den Kanaren erfinden sich mit Digital Nomads neu. Teilweise sind die Hotels komplett ausgebucht.


Kanaren: “Boomender Markt” Hotels erfinden sich neu und sind ausgebucht

Viele Hotels haben weltweit geschlossen, da sie entweder keine Gäste empfangen dürfen oder es nicht können. Nicht so auf Gran Canaria. Hier hat zumindest ein großes Hotel komplett ausgebucht, wie die Regionalzeitung La Provincia meldet.

Niedrige Infektionszahlen und warme Temperaturen locken Digital Nomads an

Grund für diesen ungewöhnlichen Umstand in der Pandemie sind eine komplette Neu-Ausrichtung der Hotels. Sie fokussieren sich jetzt auf Digital Nomads. Diesen Trend gibt es schon seit mehr als einem Jahrzehnt, aber in Zeiten von Corona ist diese bisherige Nische zumindest auf den Kanaren explodiert.

Was die Digital Nomads vorrangig auf die Kanaren treibt, sind natürlich die warmen Temperaturen. Aber auch die Infektionszahlen sind auf manchen Inseln der Kanaren nach wie vor niedrig. So liegt die 7-Tage-Inzidenz auf Teneriffa bei 37, auf Gran Canaria bei 67. Zudem ist die Lockdown-Situation für so manche ziemlich beengend. Der kalte Winter schränkt Möglichkeiten für Aktivitäten zusätzlich ein.

Hotels haben sich auf den neuen Markt eingestellt

Auf den Kanaren können Digital Nomads dagegen zwischen Video-Meetings und ihrer eigentlichen Arbeit ihre Pause am Pool oder am Strand bei sonnigen 25 °C verbringen. Um die Situation für die digitalen Nomaden zu verbessern, haben die Hotels aufgerüstet. Mit verbessertem Wi-Fi und neu eingerichteten Arbeitsbereichen auf den Zimmern. Der kaufmännische Leiter eines der erfolgreichen Hotels auf Gran Canaria, Miguel Fariña, äußerte sich folgendermaßen zur Situation:

„Wenn vorher drei Millionen Menschen in Telearbeit waren, sind es jetzt 30 Millionen.“ Die Bemühungen des Hotels, diesen Markt zu bedienen seien daher “entschieden und fest”. Fariñas Hotel will sich in Zukunft weiterhin auf die Digital Nomads konzentrieren. In Zukunft will das Hotel einen Essensservice anbieten, damit die Gäste sich auch um diese Angelegenheit nicht mehr kümmen müssen.

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 Wie lange dieses Konzept aufrechterhalten werden kann, ist natürlich ungewiss, aber vieles deutet darauf hin, dass Telearbeit für viele Menschen eine gleichwertige Alternative zur Präsenzarbeit geworden ist.

„Wir haben diese Auswirkungen nicht erwartet“, merkt Fariña an, aber die Pandemie „war der Beschleuniger für eine digitale Welt, die bereits anlief“ und die für den Tourismus „aus einer Nische einen boomenden Markt“ gemacht hat.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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