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Kanaren: Nach Vulkanausbruch sind alle Flughäfen wieder geöffnet

| von Michael Sprick

Die Aktivität des Vulkans auf La Palma hat inzwischen deutlich abgenommen. Inzwischen haben alle Flughäfen der Kanaren wieder geöffnet.


Kanaren: Nach Vulkanausbruch sind alle Flughäfen wieder geöffnet
Ausbruch des Aycatenangos auf Guatemala. Bildnachweis: Unsplash / Aaron Thomas

Mehr als vierundzwanzig Stunden nach der Schließung durch die Asche des Vulkans Cumbre Vieja wurde der Flughafen auf der spanischen Insel La Palma am Sonntag wieder geöffnet. „Alle Flughäfen auf den Kanarischen Inseln sind in diesem Moment wieder in Betrieb“, teilte die spanische Flughafengesellschaft (Aena) auf Twitter mit. Sie erklärte, dass die Wiedereröffnung durch die in der Nacht durchgeführten Arbeiten zur Beseitigung der Asche möglich wurde.

Flüge können auch auf La Palma wieder landen

Die Flüge können daher „mit vorheriger Zustimmung“ der Flugsicherungsbehörden wieder starten, fügte die Aena hinzu. Sie riet den Reisenden jedoch, sich vor der Reise bei ihrer Fluggesellschaft über die Umstände vor Ort zu erkundigen. Am Sonntagnachmittag wurden die Flüge von und nach La Palma noch immer ausgesetzt, bis sich die Lage entspannt hatte.

Dennoch zögern einige Fluggesellschaften damit, La Palma wieder anzufliegen. Derzeit ist die Lage noch ungesichert und die Situation kann sich jederzeit schnell ändern, wie Wissenschaftler hinweisen.

Vulkanaktivität zwischenzeitlich gestoppt – er bleibt weiterhin unter Beobachtung

Der Vulkan Cumbre Vieja ist vor neun Tagen zum ersten Mal ausgebrochen. Er hat inzwischen aufgehört, Lava und Asche zu spucken. Dennoch warnten Wissenschaftler, dass sich das Szenario schnell ändern könnte. Das Kanarische Vulkaninstitut (Involcan), sagte, dass es im Moment nicht in der Lage sei, festzustellen, ob es sich um eine Atempause oder das Ende der Eruption handele. Es erklärte, dass es „die verschiedenen Szenarien auswerte“.

Bilder des Vulkanausbruchs zeigen, wie ein flammender orangefarbener Strom aus dem Vulkan ausgestoßen wird. Später bildeten sich lange, mehr oder weniger breite Lavaströme an den Seiten der Kuppel. Dabei hat der Lavastrom auch hunderte Häuser zerstört, jedoch konnten alle Einwohner und Touristen rechtzeitig evakuiert werden. Dabeiist nicht nur die Lava selbst eine Gefahr.

Die Bewohner mehrerer Stadtteile einer Gemeinde auf der spanischen Insel La Palma wurden am vergangenen Montag aus Angst vor giftigen Gasen, die durch die ins Meer fließende Lava freigesetzt werden, evakuiert.

Sorgen um die Tourismusbranche auf den Kanaren

Derweil gibt es auch Besorgnis darüber, dass die Vulkanaktivität den Tourismus auf den Kanaren über La Palma hinaus einschränken wird. Die Hochsaison steht für die Kanaren kurz bevor. Der Arbeitgeberverband des Hotelgewerbes der Kanaren (Ashotel) rechnet jedoch nicht damit. Er schätzt ein, dass der Ausbruch des Vulkans den Tourismus auf den Kanarischen Inseln im Allgemeinen nicht nennenswert beeinträchtigen wird.

Was die Touristen anbelangt, so weist der Arbeitgeberverband darauf hin, dass das Phänomen ein sehr begrenztes Gebiet betrifft und dass der Tourismus auf den übrigen Kanarischen Inseln normal weiterläuft und sich der Notfall nur auf La Palma beschränkt. Zu diesem Zweck hat das Tourismusministerium der Kanarischen Inseln einen Aktionsplan aufgestellt, um die Auswirkungen zu überwachen, die der Ausbruch des Vulkans auf La Palma auf die Märkte haben könnte, die Touristen auf diese Insel und sogar auf den Rest des Archipels schicken.

Nach Angaben von Ashotel verfügt die Insel La Palma über rund 17.000 Betten, und zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs lag die durchschnittliche Auslastung bei 65 %.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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