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Kuba öffnet seine Grenzen ab 15. November wieder für Touristen

| von Michael Sprick

Die kubanische Regierung hat die "schrittweise" Wiederöffnung der Grenzen des Landes ab dem 15. November angekündigt. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen mehr als 90 % der kubanischen Bevölkerung gegen COVID-19 geimpft sein.


Kuba öffnet seine Grenzen ab 15. November wieder für Touristen
Oldtimer in Havanna, Kuba. Bildnachweis: Unsplash / Alexander Kunze

Kuba wird seine Grenzen für Touristen ab dem 15. November schrittweise wieder öffnen, ohne wie bisher bei der Ankunft PCR-Tests zu verlangen.

Kuba will hohe Impfrate von über 90% mit eigenem Impfstoff erreichen

„Angesichts des Fortschritts der Impfung in Kuba, ihrer erwiesenen Wirksamkeit und der Aussicht, dass mehr als 90 % der Bevölkerung im November vollständig geimpft sein werden, bereiten wir die Bedingungen für eine schrittweise Öffnung der Grenzen des Landes ab dem 15. November vor“, erklärte das kubanische Tourismusministerium in einer Erklärung. Derzeit sind etwas mehr als ein Drittel derkubanischen Bevölkerung vollständig geimpft.

Seit vielen Monaten ist die Zahl der Flüge nach Kuba sehr begrenzt. Lediglich einige russische und kanadische Touristencharter landen regelmäßig in einigen der dafür vorgesehenen Ferienanlagen des Landes. Die Behörden verlangen von den Reisenden bisher ein strenges Testregime. Dies umfasst einen negativen PCR-Test bei der Einreise und eine erneute Testung bei der Ankunft am Flughafen. Zudem steht eine Quarantäne an, bis das Ergebnis eines zweiten Tests nach dem fünften Tag feststeht.

Kuba will auf Testvorschrift bei EInreise verzichten

Wenn die Grenzen wieder vollständig geöffnet sind, sollen diese Einreisevorschriften lockerer werden. Wobei die Behörden weiterhin auf symptomatische Patienten achten und die Körpertemperatur von Ankommenden messen.“Darüber hinaus werden die diagnostischen Tests stichprobenartig durchgeführt, der PCR-Test wird bei der Ankunft nicht verlangt und die Impfbescheinigung der Reisenden wird anerkannt“, so das Ministerium am Montag.

Der Tourismus, eine der wichtigsten Einnahmequellen der kubanischen Regierung, ist mit der Coronavirus-Pandemie, die die Insel seit Ende März 2020 zur teilweisen Schließung ihrer Grenzen zwang, zusammengebrochen.

Zwischen Januar und Juli begrüßte das Land 270639 ausländische Touristen, knapp ein Viertel (21,8 %) der Ankünfte im gleichen Zeitraum des Jahres 2020 (1239099). Ohne Einkünfte aus dem Tourismus haben die Behörden die Einfuhren in das Land drastisch reduziert, wodurch sich die Lebensmittel- und Medikamentenknappheit für die Kubaner verschärft hat.

Kuba gilt noch als Hochrisikogebiet

Es bleibt abzuwarten, ob die Fluggesellschaften diesen neuen Ankündigungen folgen werden und wieder vermehrt nach Kuba fliegen. Kürzlich gab Air Caraïbes bekannt, dass sie die Flüge nach Kuba erst im Januar 2022 wieder aufnehmen wird. Gegenwärtig wird das Reiseziel von Deutschland als Hochrisikogebiet eingestuft. Die 7-Tage-Inzidenz liegt auf der Insel derzeit bei 445.

Die Nachweispflicht (3G-Regel) gilt für die Einreise mittlerweile grundsätzlich. Aus Hochrisikogebieten muss jedoch zuvor eine Einreiseanmeldung erfolgen. Zudem fällt eine Quarantänepflicht von 10 Tagen an. Wobei sie für Kinder unter 12 Jahren nur 5 Tage dauert. Mit entsprechendem Nachweis (3G) bei den Behörden können auch Erwachsene die Quarantäne nach dem fünften Tag beenden.

Kuba setzt auf eigene Impfstoffe

Das Land hat seine eigenen Impfstoffe gegen das Coronavirus, Abdala und Soberana, entwickelt und hofft, bis November 92,6 % der Bevölkerung geimpft zu haben, während es derzeit nur etwa ein Drittel ist. Angesichts des starken Anstiegs der Fälle in den letzten Monaten hat sie außerdem eine Impfkampagne für Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis 18 Jahren gestartet, die sie zur Bedingung für die Wiedereröffnung der Schulen gemacht hat. Die kubanischen Impfstoffe, die von der WHO nicht anerkannt sind, basieren auf einem rekombinanten Protein, der gleichen Technik, an der das amerikanische Unternehmen Novavax und das französische Unternehmen Sanofi arbeiten.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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