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Deutsche Bahn

Kurz vor Weihnachten – GDL spricht von „Kampfansage“ seitens der Deutschen Bahn

| von Michael Sprick

Selbst zur Weihnachtszeit herrscht weiterhin Zwietracht zwischen der GDL und der Deutschen Bahn. Letztere will den GDL-Mitgliedern in einer tarifrechtlichen Umgruppierung Privilegien entziehen.


GDL: Bahnstreik kommt erst im August
ICE. Bildnachweis: Unsplash / Markus Winkler

Selbst zur Weihnachtszeit kommt es zwischen der Deutschen Bahn (DB) und der GDL zu keiner besinnlichen Stimmung. Die GDL spricht von einer Kampfansage der Deutschen Bahn, die in der Streichung von Leistungen besteht, die die Bahn der Gewerkschaft zuvor tariflich zugesprochen hat. Das geht aus einer Meldung der GDL hervor.

GDL spricht von unwürdigem Verhalten

Für den Bundesvorsitzenden Claus Weselsky sind solche Methoden unwürdig und schränken die Wettbewerbsfähigkeit offensichtlich ein. Jedenfalls gehe kein anderes Unternehmen so mit seinen Mitarbeitern um, ist Weselsky der Meinung. Strategisch soll die Belegschaft gespalten werden.

Die Deutsche Bahn hat den GDL-Mitgliedern dabei wohl ein Anschreiben geschickt, dass die Umgruppierung zu einem EVG-Vertrag bewirken soll. Wer sich der GDL angeschlossen hat, würde dabei grundlegende Privilegien verlieren, die tarifrechtlich mit der GDL geregelt sind. Laut der GDL gehören dazu „der gesamte Komplex der Arbeitszeitplanung, der Anspruch auf den Tarifvertrag bei Verlust der Fahrdiensttauglichkeit (FDU-TV) sowie erhöhte Entgelte und Zulagen ab dem 1. Dezember 2021.“

Widerstand wird fortgesetzt

Die GDL setzt den Widerstand fort. Gegen die Sanktion wird nun gerichtlich vorgegangen. Weselsky fordert die Mitglieder zudem dazu auf, sich nicht auf den Kompromiss einzulassen und jegliche Unterschrift zu verweigern. Auf diese Weise werden Rechte aufgegeben, die im Vorfeld hart erkämpft wurden.

Der Bundesvorsitzende der GDL bleibt zuversichtlich und ist sich sicher, als Sieger aus der Situation hervorzugehen. Gerade in solch belastenden Zeiten der Corona-Pandemie ist das Verhalten der Deutschen Bahn als verwerflich zu sehen. Solch ein Arbeitgeber bräuchte sich nicht zu wundern, die Quittung zu bekommen. Man hätte schon Schlimmeres erlebt und werde auch diesen Sturm unbeschadet überstehen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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