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Lissabon wegen erneut hoher Infektionszahlen abgeriegelt

| von Michael Sprick

Aufgrund erneut stark ansteigender Infektionszahlen hat die portugiesische Regierung entschieden, Lissabon bis Montag vom Rest des Landes abzuriegeln.


Lissabon wegen erneut hoher Infektionszahlen abgeriegelt

Während weite Teile Europas derzeit lockern, geht Portugal zumindest in der Hauptstadt genau den entgegengesetzten Schritt und sperrt Lissabon ab, wie die Deutsche Welle berichtet. Demnach dürfen Einwohner und Auswärtige die Metropolregion nicht verlassen, solange sie keinen triftigen Grund dafür haben. Dieser Schritt soll verhindern, dass sich der neuerliche Anstieg der Infektionszahlen in Lissabon auf den Rest des Landes ausbreitet.

Schritt erfolgt nach starkem Anstieg der Infektionszahlen

„Es ist nicht leicht, solche Maßnahmen zu ergreifen, aber uns erschienen sie unerlässlich, damit die Lage, die derzeit in Lissabon herrscht, nicht auf das ganze Land übergreift“, sagte die Regierungssprecherin, Ministerin Mariana Vieira da Silva.

Konkret werden bis auf Weiteres nicht lebensnotwendige Reisen in und aus der Hauptstadt und ihren Vororten von Freitagabend bis Montagmorgen verboten, sagte sie nach einem Ministerrat. Portugal hatte am Vortag innerhalb von 24 Stunden 1.350 neue Fälle von Coronaviren registriert, die höchste Tageszahl seit Ende Februar.

Am Donnerstag meldete die Generaldirektion für Gesundheit weitere 1.233 Neuansteckungen, darunter mehr als 800 in der Region Lissabon und im Tejo-Tal. „Das sind besorgniserregende Zahlen“, räumte Vieira da Silva ein. Sie erklärte, dass die Regierung auf genauere Informationen über die Situation warte. Insbesondere in Bezug auf die Rolle der Delta-Variante.

Allgemeiner Trend sind weitere Lockerungen

In vielen anderen Ländern Europas haben die Regierungen die Maskenpflicht inzwischen stark gelockert. Das ist zum Beispiel in Dänemark, Mallorca, aber auch in einigen Bundesländern der Fall.

Trotz dieses Trends schloss der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa am Sonntag vehement eine mögliche Rückkehr zur Eindämmung aus. Doch Premierminister Antonio Costa verfolgte einen vorsichtigeren Ansatz. Er sagte, dass „niemand garantieren kann, dass wir nicht zur Eindämmung zurückkehren werden“.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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