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Lufthansa Geschäftszahlen für Q1 2021 lassen neue Reisetrends erkennen

| von Michael Sprick

Die Lufthansa Group hat ihren Geschäftsbericht für 2021 veröffentlicht. Daraus lassen sich neue Trends für die Flugbranche herauslesen.


Lufthansa Geschäftszahlen für Q1 2021 lassen neue Reisetrends erkennen

Die Gruppe operierte im ersten Quartal 2021 mit einer Auslastung von nur 21 Prozent (verglichen mit dem gleichen Zeitraum in 2019) und hat derzeit einen operativen Cash-Burn von 235 Millionen Euro pro Monat. Das geht aus einer Meldung der Lufthansa Group hervor

Erholung schrittweise ab zweitem Quartal in Aussicht

Die Lufthansa Group sagte, dass die Entwicklung der Pandemie „für anhaltende Reiserestriktionen in fast allen Teilen der Welt“. Erst i zweiten Quartal sei mit einer „schrittweisen Erholung der Nachfrage zu rechnen.“

Das Unternehmen blickt zudem positiv auf die „absehbaren großen Impffortschritte“ Die Gruppe geht „ab dem Sommer von einer stark steigenden Nachfrage“ aus.

Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr eine Kapazität von etwa 40 Prozent des Vorkrisenniveaus und sagte, dass es „die größte jemals angebotene Auswahl touristischer Ziele bei Lufthansa Group Airlines im Sommer“ bedienen wird. Offenbar setzt die Lufthansa Group insgesamt auf eine Diversifizierung der Urlaubsziele. Urlauber wollen offenbar Urlaub an ausgefalleneren Orten machen, wo die Inzidenzzahlen besonders niedrig sind.

„Lust zu reisen, steigt je länger die Krise dauert“

Im Februar kündigte Lufthansa 20 neue Freizeitrouten ab Frankfurt und weitere 13 neue Ziele ab München für diesen Sommer an. Mit einem „besonderen Fokus“ auf Routen in die Karibik, auf die Kanarischen Inseln und nach Griechenland.

„Je länger die Krise andauert, desto größer wird die Lust der Menschen, wieder zu reisen“, sagte Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG.

„Wir wissen, dass die Buchungen überall dort nach oben schnellen, wo Restriktionen fallen und das Reisen wieder ermöglicht wird. Angesichts der absehbaren großen Impffortschritte gehen wir ab dem Sommer von einer stark steigenden Nachfrage aus. Ermutigende Signale, wie die Ankündigung der EU-Kommission, geimpften Fluggästen aus den USA die Einreise nach Europa wieder zu ermöglichen, bestätigen unsere Zuversicht.“

„Das erste Quartal war demgegenüber noch vollständig von der Pandemie geprägt. Durch konsequente Kosteneinsparungen konnten wir dennoch ein besseres Ergebnis erzielen als im Vorjahr. Die bereits umgesetzten Veränderungen im Konzern wirken. In unseren Anstrengungen, den Lufthansa Konzern weiter zu modernisieren, ihn schlanker und effizienter aufzustellen und unsere Position unter den global führenden Airlines zu behaupten, werden wir nicht nachlassen.“

Hohe Liquidität – trotz Krise

Die Gruppe sagte, sie verfüge derzeit über eine Liquidität von 10,6 Milliarden Euro. Dazu gehören „nicht genutzte Mittel aus den Stabilisierungsmaßnahmen der Regierungen und Darlehen in Höhe von rund 5,4 Milliarden Euro“. Beigetragen hat dazu auch ein Anleiheprogramm der Lufthansa. In zwei Tranchen soll es insgesamt 1,6 Mrd. Euro einbringen.

Letzten Monat meldete die Lufthansa Group einen Nettoverlust von 6,7 Milliarden Euro für 2020. Dies steht einem Gewinn von 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2019 gegenüber.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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