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Lufthansa: Längster Flug in Unternehmensgeschichte bringt Forscher auf Falklandinseln

| von Michael Sprick

Am Sonntag führt die Lufthansa den längsten Nonstop-Flug in der Geschichte des Unternehms aus. Der Flug transportiert Forscher auf die Falklandinseln im Auftrag des Alfred-Wegener-Instituts.


Lufthansa: Längster Flug in Unternehmensgeschichte bringt Forscher auf Falklandinseln

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa startet am Sonntag einen Flug von Hamburg nach Mount Pleasant, einer Station der Royal Air Force auf den Falklandinseln. Dies hat die Lufthansa Gruppe heute in einer Pressemitteilung verkündet. Mit einer Gesamtstrecke von ca.13.700 Kilometern und einer Flugzeit von ca. 15 Stunden wird dieser Flug den bislang längsten Flug der Airline übertreffen. Bisher war das 11765 Kilometer lange Flug zwischen Frankfurt und Buenos Aires – mit 13 Stunden Flugzeit.

Es ist allerdings nicht der längste Fluge der Welt. Nach einer Reihe dutzend anderer Flüge gebührt der Rekord Singapore Airlines. Die Airline hat diese Auszeichnung mit ihrem 19-stündigen, 16.700 Kilometer langen Flug zwischen Singapur und New York City erreicht. Singapore Airlines setzte für die ultralange Version des Flugzeugs A350-900 für diesen Rekordflug ein. Die Standard-Version des A350-900 Airbus verwendet Lufthansa nun ebenfalls für ihren Flug.

Der Lufthansa-Flug LH2574  wird an Bord eines Airbus A350-900 92 Passagiere befördern, der typischerweise 300 Sitzplätze bietet und laut Airbus eine Reichweite von 15.000 Kilometern (9.320 Meilen) hat. Airbus preist diese Flugzeugfamilie als die „Zukunft“ des Reisens an, da sie mit größerer Treibstoffeffizienz konstruiert wurde, um diese Langstreckenflüge zu überstehen, sowie mit modernen, verbesserten Kabineneinrichtungen wie Wi-Fi und Mobiltelefonanschlüssen.

Viele der Passagiere auf dem Lufthansa-Flug, der für den 1. Februar geplant ist, werden Wissenschaftler und Forscher sein, die in die Antarktis reisen. Nicht nur der Forschungszweck, sondern auch die Pandemie hat dazu beigetragen, dass die Vorbereitungen für den Sonderflug extrem waren. Alle Passagiere und die Crew haben sich aufgrund der anhaltenden Pandemie für 14 Tage in Quarantäne in einem Hotel in Bremerhaven begeben. Dort absolvierten sie besondere Informations- und Sportprogramme. 

Die Passagiere werden mit der Polarstern, einem Eisbrecher für Forschungszwecke, in die Antarktis weiterreisen. 

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Michael Sprick
Autor: Michael Sprick

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.