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Lufthansa streicht sofort alle 747-8 von den USA Strecken wegen 5G Netz

| von Michael Sprick

Der Einsatz der neuen 5G-Technologie in den USA verursacht Interferenzen mit Flugzeugen. Daher tauscht die Lufthansa Flugzeuge aus, die dafür weniger anfällig sind.


Lufthansa streicht sofort alle 747 8 von den USA Strecken wegen 5G Netz

Aufgrund einer Radarstörung musste die Lufthansa heute Nacht alle Flüge mit der Boeing 747-8 für die USA Strecken abziehen. Die Maschinen wurden durch die Modelle Boeing 747-400 und Airbus A350-900 kurzfristig ersetzt.

Lufthana ersetzt Flugmaschinen

Hervorgerufen wurde die Problematik dadurch, dass die USA mit der Inbetriebnahme des 5G Netzes begonnen hat und somit die Nutzung der automatisierten Landesysteme bei schlechtem Wetter nicht gewährleistet ist. Nun sollen 6 Monate lang Pufferzonen an 50 Flughäfen gelten und US-Mobilfunkanbieter wollen die Leistung der Antennen drosseln, wie die NZZ berichtet.

Welche Passagiere sind von der Umstellung betroffen?

Zwei bekannte Telekommunikationskonzerne gaben am Dienstagabend bekannt, ihre 5-G Antennen an bestimmten Flughäfen nicht in Betrieb nehmen zu können.
Lufthansa hat auf diese Nachricht nun mit dem Tausch der Maschinen reagiert. Betroffen sind hiervon vor allem First Class Passagiere, da die Vorgängermodelle diese Reiseklasse nicht anbieten. Wie genau Lufthansa dieses Problem löst, ist derzeit noch nicht bekannt.

Wieso stellt das 5G Netz ein Risiko dar?

Die Mobilfunkanbieter in den USA nutzen andere Frequenzbereiche, als wir in Europa. Zudem haben wir eine geringere Sendeleistung, was die Gefahr von Ausfällen oder Störungen deutlich minimiert.
Verschiedene Messungen an europäischen Flughäfen haben zudem bestätigt, dass keine Störungen, aufgrund des 5G Netzes, bekannt sind.
Das Hauptproblem ist, dass man Interferenzen zwischen den Sendeanlagen und den Flugzeugsystemen befürchtet. Diese Anlagen könnten also den im Flugzeug befindlichen Flughöhenmesser stören, wie die NZZ berichtet.


Man arbeitet derzeit mit Hochdruck an weiteren Lösungen.
Inzwischen sind aber wohl 45% der amerikanischen Flotten, für Landungen bei schlechter Sicht, freigegeben worden.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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