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Mallorca: Buchungsniveau trotz Öffnung für britischen Tourismus niedrig

| von Michael Sprick

Trotz der Öffnung für britische Touristen bleiben die Buchungszahlen für Mallorca weiterhin niedrig. Das geht aus Zahlen des mallorquinischen Hotelverbandes hervor.


Mallorca: Buchungsniveau bleibt trotz Öffnung für britischen Tourismus niedrig

Nachdem die Buchungszahlen im Mai bis Mitte Juni stark gestiegen sind, hat sich die Erholung der Insel wieder stark verlangsamt. Trotz des Beginns der Hauptsaison stagniert die Anzahl der Buchungen. Das gehe aus Zahlen hervor, die der Hotelverband FEHM (Federación Empresarial Hotelera de Mallorca) veröffentlicht hat und über die Agent Travel berichtet.

Buchungsanstieg schwächer als zunächst erwartet

Ursprünglich hatte der FEHM eine viel positivere Prognose für die Sommersaison abgegeben. Doch die Angst vor der Delta-Variante und die tatsächliche steigende Inzidenz auf Mallorca haben inzwischen wieder einige Urlauber abgeschreckt. Dennoch steigt das Buchungsniveau wieder.

Ende Juni hatten rund 75% der Hotels wieder geöffnet. In konkreten Zahlen waren das insgesamt 613 Hotels. Gegenüber der letzten Statistik vom 18. Juni waren das 89 Betriebe mehr, was rund 11% des gesamten Hotelmarkts entspricht. Die Verbandschefin, Maria Frontera, machte ihre Anerkennung für das Engagement der Unternehmer deutlich. Sie warnte jedoch gleichzeitig, dass die derzeitige Lage keiner Erholung entsprechen würde und dass die Situation sich auch schnell wieder ändern könnte.

„Wir erkennen die Bemühungen der Unternehmer und ihr festes Engagement für die Wiedereröffnung, die nicht gleichbedeutend mit wirtschaftlicher Erholung ist, in dieser zweiten von der COVID betroffenen Saison. Trotzdem sind wir uns bewusst, dass wir mit vielen realen Bedrohungen arbeiten, die eine scharfe Wende der Saison auslösen können.“

Härteres Vorgehen gegen Verstöße der Infektionsmaßnahmen

Ähnlich äußerte sich auch die Präsidentin der Balearen, Francina Armengol. Das Mallorca Magazin zitiert sie mit der Aussage, dass die Balearen nach wie vor das „sicherste Urlaubsziel im Mittelmeerraum“ seien.

Gegen die illegalen Trinkgelage und Veranstaltungen, bei denen die Corona-Maßnahmen nicht eingehalten werden, will Armengol nun gezielt vorgehen. So hat die Regierung die Polizeipräsenz an bestimmten Hotspots erhöht und ein Veranstalter, bei dessen Event, die Corona-Maßnahmen missachtet wurden, soll eine Strafe von 200.000 Euro zahlen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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