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Mallorca will Diskos und Clubs mit 1G-Regel wieder öffnen

| von Michael Sprick

Die Balearen werden die Wiedereröffnung des Nachtlebens ab dem 8. Oktober erlauben, wenn der Oberste Gerichtshof die 1G-Regelung der Regierung genehmigt.


Balearen lockern Beschränkungen wieder
Rathaus von Palma de Mallorca bei Nacht. Bildnachweis: Unsplash / David Vives

Die Regierung von Mallorca Clubs und Diskotheken auf den Balearen wieder starten. Vorerst sollen jedoch nur vollständig geimpft wieder am Nachtleben teilnehmen können. Darüber berichtet Hosteltur.

Öffnung ist für den 8. Oktober geplant

Vor der Öffnung braucht es jedoch die Zustimmung des höchsten Gerichtes der Balearen. Ein Urteil zum Antrag der Regierung soll schon in den nächsten Tagen erfolgen. Geplant ist, dass das Nachtleben schon am 8. Oktober wieder öffnen. Dass das Gericht aber zugunsten der Regelung der Regierung entscheidet, steht nicht fest, da die spanischen Gerichte schon einige Male auch gegen eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen geurteilt haben.

Auf den Balearen war dies zum Beispiel im Juni der Fall, als das „Tribunal Superior de Justicia“ die Verlängerung des Versammlungsverbots und der Ausgangssperre im Juni nicht genehmigt hat. Sollte das Gericht nicht zustimmen, kann die Regierung Berufung einlegen oder die Regelung ändern. Denkbar wäre zum Beispiel eine 2G- oder 3G-Regelung.

Die Öffnung für die Nachtclubs markiert eine Wende in der Politik der Balearen. Zwar hat die Regierung zwischenzeitlich angekündigt an der Öffnung des Nachtlebens noch im Sommer zu arbeiten, aber diese Pläne zerwarfen sich, nachdem die Inzidenz auf den Inseln wieder begann zu steigen. Vor allem die Hoteliers sprachen sich gegen eine Öffnung für den Partytourismus aus.

Mallorca – Club-Schließung um 5 Uhr und Maximal-Auslastung von 75%

Nun ist die „normale“ Urlaubssaison jedoch abgelaufen. Zwar hat die Regierung die Saison verlängert und viele Hoteliers bieten weiterhin ihre Dienstleistungen an, doch die Buchungszahlen bleiben geringer als zunächst erwartet. Offenbar hofft die Regierung nun mit der Öffnung des Nachtlebens die Saison noch einmal wiederbeleben und zuvor verprellte Gäste wieder auf die Inseln holen zu können.

Die Regierung plant eine Öffnung der Nachtclubs mit 75%-iger Auslastung. Zudem dürften sie bis 5 Uhr geöffnet bleiben. Es sollen dabei jedoch auch weiterhin vergleichsweise strenge Maßnahmen gelten. So gilt zum Beispiel generell die Maskenpflicht. Auf der Tanzfläche ist das Trinken nicht erlaubt und an den Tresen dürfen sich die Disco-Besucher nur zum Bestellen, Bezahlen, etc. aufhalten. In Lokalen, die nicht ausdrücklich Tanzlokale, sind, soll das Tanzen auch weiterhin verboten bleiben. Die Schließungszeit soll bei diesen bei 4 Uhr liegen.

Negueruela betonte auf der Pressekonferenz, dass die Regierung mit den am Montag gefassten Beschlüssen viele der Beschränkungen aufgehoben hat, was bedeutet, dass „auf den Balearen praktisch wieder der Normalzustand herrscht“.

Einige Regelungen bereits gelockert

Bei privaten Treffen und auf dem Strand gelten Angaben des Mallorca Magazins zufolge keine Restriktionen mehr. Eine Maximalbegrenzung für private Treffen gibt es demnach seit heute nicht mehr. Strände können ab heute ebenfalls rund um die Uhr betreten werden. Eine Maximalbegrenzung für private Treffen gibt es ebenfalls nicht mehr. Zuvor mussten diese spätestens um 0 Uhr geräumt sein.

Was die Restaurants und Bars angeht, so wurde beschlossen, die Auslastung im Innenbereich von 50 auf 75 Prozent zu erhöhen. Bei kulturellen Veranstaltungen wie Konzerten sind im Außenbereich Stehplätze für bis zu 1.000 Personen ohne Essen und Trinken erlaubt. An Veranstaltungsorten mit öffentlichen Sitzplätzen sind bis zu 1.000 Zuschauer zugelassen, wenn sie überdacht sind, und 5.000 in offenen Räumen.

Der Regierungssprecher betonte, dass trotz der Aufhebung der meisten Beschränkungen in Freizeit- und Gastronomiebetrieben, die sich auch auf Fitnessstudios erstrecken, die Maskenpflicht in allen Bereichen, in denen sie bisher eingeführt wurde, beibehalten wird.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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