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Mitmach-Aktion: Bis zu 1,5 Millionen Fahrradstellplätze fehlen an Bahnhöfen

| von Michael Sprick

Bis zu 1,5 Millionen Fahrradstellplätze fehlen an deutschen Bahnhöfen. Eine Umfrage, bei der jeder mitmachen kann, soll nun die genaue Lage in den Kommunen feststellen.


Mitmach Aktion: Bis zu 1,5 Millionen Fahrradstellplätze fehlen an Bahnhöfen
Vorbildliche Fahrradstellplätze in Berlin, Kreuzberg. Bildnachweis: Unsplash / Sebastian Herrmann

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und die Deutsche Bahn (DB) wollen gemeinsam die Errichtung von Radabstellanlagen fördern. Dazu haben BMVI und die Bahn eine neue Infostelle geschaffen. Zum Start fordert die Infostelle Bürger dazu auf, an einer Umfrage mitzumachen, um die Informationen genau von den Menschen zu erhalten, die die Stellplätze im Alltag auch nutzen.

Verkehrsministerium und Deutsche Bahn wollen Infrastruktur für Fahrräder verbessern

Hintergrund des Vorhabens ist, dass dem BMVI und der Bahn bereits bekannt sind, dass Deutschland mehr Stellplätze braucht. Dies geht aus einer Studie namens „Fahrradparken an Bahnhöfen“. Diese hat das BMVI im Rahmen einer größeren Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie in Auftrag gegeben hat. Aus dieser Studie ging hervor, dass Deutschland bis 2030 insgesamt 1,5 Millionen zusätzliche Fahrradstellplätze braucht.

Allerdings ist diese Zahl eine Schätzung aus der nationalen Perspektive, die das BMVI und die Bahn auf das Thema haben. Da weder das Ministerium noch die DB für die Errichtung der Fahrradstellplätze zuständig sind, soll die Umfrage den Kommunen zuarbeiten:

„Der Bedarf an guten Fahrradabstellanlagen an den Bahnhöfen ist also groß, doch Planungen scheitern oft an fehlendem Wissen, geringen Planungsressourcen oder der Finanzierung. Um im Rahmen der bestehenden Förderlandschaften und Zuständigkeiten den Zubau an Radabstellanlagen und Fahrradparkhäusern zu beschleunigen, wird die Infostelle Fahrradparken am Bahnhof ab sofort Akteure zielgenau informieren.“

Umfrage soll Kommunen informieren

Die Informationen sollen dann im kommenden Jahr an die Kommunen weitergegeben werden:

„Wir tragen bestehendes Wissen zusammen, ergänzen es gezielt und stellen es nutzertauglich den Akteuren, insbesondere den Kommunen, zur Verfügung.“

„Neben den Informationen auf dieser Website, die laufend erweitert wird, planen wir Einzeltermine, Infoveranstaltungen, Fachexkursionen und in 2022 eine große Fachkonferenz.“

Die Teilnahme ist also ein wichtiger Beitrag, um die Situation für Fahrräder an Bahnhöfen und Haltestellen zu verbessern.

Inhalt der Umfrage

Die Umfrage läuft dabei folgendermaßen ab. Teilnehmer können über die Karte oder alternativ durch Eingabe des Ortes oder der Postleitzahl ihren Bahnhof auswählen. Daraufhin stellt die Umfrage Fragen zur Verfügbarkeit, Störfaktoren, eigene Bedürfnisse und ob man den Bahnhof einem Freund empfehlen würde. Zudem bietet die Umfrage die Möglichkeit, eigene Fotos hochzuladen und das Problem genauer zu beschreiben.

Anschließend erfolgt ein zweiter Teil, der näher in Erfahrung bringen soll, wie die Teilnehmer Fahrrad und Bahn nutzen und ob sie dazu bereit wären, für sichere Stellplätze zu zahlen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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