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Neue Hochrisikogebiete in Griechenland und Irland

| von Michael Sprick

Das Robert-Koch-Institut hat die neuen Hochrisikogebiete für die kommende Woche ausgegeben. Mit Kreta und der südlichen Ägäis sind auch beliebte Touristenziele betroffen.


Neue Hochrisikogebiete in Griechenland und Irland
Balos Beach auf Kreta. Bildnachweis: Unsplash / Marina T

Das Robert-Koch-Institut hat die Einstufung der neuen Risikogebiete für die nächste Woche bekannt gegeben. Demnach sind in Griechenland die südliche Ägäis und Kreta neue Hochrisikogebiete sowie die Regionen Border und West in Irland. Beide Länder hatten zuvor nicht auf der Liste gestanden.

Die Liste tritt ab Dienstag, den 24. August 2021 in Kraft.

Situation in Griechenland

Die 7-Tage-Inzidenz in ganz Griechenland ist seit Juli rasant angestiegen. Zwischenzeitlich galt das Land als eines der Länder mit der niedrigsten Inzidenz in Europa und damit als sicheres Reiseziel. Inzwischen ist die Inzidenz aber auf den Wert von 210,9 gestiegen.

Davon sind Kreta und die südliche Ägäis besonders betroffen wie aus den Einschätzungen des Robert-Koch-Institutes hervorgeht. Bezüglich der 14-Tage-Inzidenz weist Kreta laut dem European Center for Disease Control (ECDC) einen Wert von 852,6 auf. Wohingegen die Inzidenz in der südlichen Ägäis sogar noch höher ist – sie liegt bei 911,3.

Doch in anderen Regionen des Landes drohen die Infektionszahlen kritische Schwelen zu überschreiten. Das ist zum Beispiel in Zentralmazedonien, den ionischen Inseln und dem Peloponnes der Fall. Entsprechend sollten Urlauber, die noch immer nach Griechenland reisen möchten, die mögliche Anpassung des Risikostatus und damit verbundene Quarantänepflichten mit in die Urlaubsplanung einbeziehen.

Beschränkungen auf Kreta

Grundsätzlich ist die Situation mit der in Deutschland vergleichbar. Fast alle öffentlichen Betriebe dürfen öffnen. Es gelten dabei jedoch Beschränkungen, die teils strikter sind als in Deutschland. So sind die Innenbereiche der Gastronomie zum Beispiel nur den Geimpften und Genesenen vorbehalten.

Ansonsten gibt es auch einen Teil-Lockdown fürdie Insel Zakynthos sowie die Stadt Chania. Hier dürfen weder Einwohner noch Besucher ihre Häuser oder Zimmer von 1 Uhr nachts bis 6 Uhr am nächsten Morgen nicht mehr verlassen.

Zudem gilt ab 6 Uhr abends ein Musikverbot, dass Partys und andere Ansammlungen verhindern soll. Partys können zwar grundsätzlich stattfinden, dann aber eben ohne Musik und mit maximal 20 Personen. Bei Verstoß dieser Regelungen drohen teilweise hohe Bußgelder.

Infektionszahlen in Irland

In Irland ist die 7-Tage-Inzidenz mit 248,5 sogar noch etwas höher. Hier gleicht die Entwicklung sehr stark der griechischen. Auch in Irland befand sich die Inzidenz noch Anfang Juli unter 50 und steigt seitdem steigt. Aber auch hier sind die Infektionszahlen in bestimmten Regionen höher.

In der Region West beträgt die 14-Tage-Inzidenz 623,7 und in Border 824,9. Die beiden Regionen grenzen zueinander und bilden zusammen den äußersten Nordwesten Irlands. Die touristisch stark relevante Hauptstadt von Irland weist derzeit ebenso hohe Infektionszahlen mit 477,2 auf. Auch Dublin droht also die Einstufung als Hochrisikogebiet.

Einreiseregelungen aus Hochrisikogebieten

Die Nachweispflicht (3-G-Regel) gilt für die Einreise mittlerweile grundsätzlich. Aus Hochrisikogebieten muss jedoch zuvor eine Einreiseanmeldung erfolgen. Zudem fällt eine Quarantänepflicht von 10 Tagen an. Wobei sie für Kinder unter 12 Jahren nur 5 Tage dauert. Mit entsprechendem Nachweis (3-G) bei den Behörden können auch Erwachsene die Quarantäne nach dem fünften Tag beenden.

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Neu auf der Liste der Hochrisikogebiete ist zudem auch Brasilien. Das Land hatte sich jedoch anders als Irland und Griechenland zuvor auf der Liste der Virusvariantengebiete befunden. Seit Juni sinken die Infektionszahlen hier jedoch stark. Derzeit liegt die 7-Tage-Inzidenz nur noch bei 98,4.

Passen sich auch die Zahlen der schweren Verläufe und der Hospitalisierung entsprechend diesem Trend an, dürfte Brasilien bald die Liste der Risikogebiete komplett verlassen.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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