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Niedrige Reisebuchungen für Januar – Erholung erst im Herbst

| von Michael Sprick

Niedrige Reisebuchungen im Januar machen eine baldige Erholung in der Reisebranche unmöglich. Betreiber reagieren mit Flexibilität, eine Erholung wird erst im Herbst des kommenden Jahres erwartet.


Niedrige Reisebuchungen für Januar Erholung erst im Herbst

Agenturen und Reisebetreiber werden im Januar weiterhin keine Erholung des Reisemarktes erwarten können. Dafür sprechen ungewöhnlich niedrige Reisebuchungen für den kommenden Monat. Laut Sprechern bei einer gestrigen Online-Konferenz der Specialist Travel Association, würden Urlauber nach wie vor vorsichtig bleiben, Ferien zu buchen. 

Für gewöhnlich steigen die Buchungen zum Jahreswechsel stärker als zu anderen Zeiten an. Aufgrund der Corona-Krise werden die Zahlen für dieses Jahr aber deutlich geringer ausfallen.

Unsicherheit für Urlauber abschreckend

Martin Alcock, der Direktor von der Travel Trade Consultancy (TTC) in London, sagte dazu, dass „Kunden aufgrund der Unsicherheit ihre Entscheidungen aufschieben“.

Laut ihm werde der Markt Aufschwünge in Reaktion auf kurzfristige Neuigkeiten und Ereignisse erleben. Dafür gäbe es verschiedene Szenarien. Zum Beispiel, wenn “Länder von der Liste der Reisekorridore gestrichen oder zu ihr hinzugefügt werden”. 

Ebenfalls seien Anstiege zu erwarten, wenn “Impfungen durchgeführt werden”. In jedem Fall würden Anstiege bei den Buchungen aber “stoßweise ablaufen”. Der Branche machen die niedrigen Reisebuchungen inzwischen schwer zu schaffen, da sie den Geldfluss mittlerweile bräuchten, “um durchzukommen.”

Niedrige Reisebuchungen – Betreiber reagieren mit Flexibilität

Sein Kollege und Co-Director bei TTC, Matt Purser, fügte hinzu, dass vor allem die “ständigen Änderungen bei den Reisekorridoren” abschreckend für Reisende sind. Niemand würde sich gerne im oder nach dem Urlaub in Quarantäne begeben.

Die Unsicherheit und das Fehlen von Konsistenz sei das entscheidende Problem. Dies haben auch viele Flug- und Reise- sowie Hotel-Betreiber erkannt. Daher bieten sie nicht nur außerordentlich günstige Preise, sondern auch kostenlose und kurzfristige Stornierungen sowie Umbuchungen an.

Erholung erst im Herbst?

Was Reisenden weiterhin Hoffnungen machen dürfte, sind die Impfungen. Einen richtigen Effekt dürften diese, laut Purser, für die Branche aber wahrscheinlich erst im Herbst haben.

Zuvor hatte diese Einschätzung auch schon Michael O’Leary, CEO von Ryanair abgegeben. Er rechnet für Ryanair damit, dass 60 – 80% der Flüge von 2019 wieder durchgeführt werden könnten. Das würde etwa 80 – 130 Millionen Fluggästen entsprechen. 2019 hatte Ryanair 152 Millonen Fluggäste befördert.

Michael Sprick
Autor:

Micha ist ein Work-and-Travel-Enthusiast. Im Tourismus hat er als Stadtführer in Brüssel und Köln gearbeitet. Mit Reiseuhu News verbindet er seine beiden Leidenschaften Reisen und Journalismus.

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